Museum

Begegnungsstätte Alte Synagoge

Genügsamkeitstraße, 42111 Wuppertal

Highlights

  • Die Begegnungsstätte Alte Synagoge zeigt seit 1994 als Gedenkstätte die Geschichte jüdischer Wuppertaler seit 1803 und die NS-Verfolgung.
  • Interaktive Ausstellung mit Objekten, Dokumenten und Fotografien beleuchtet Alltag, Kultur und Schicksal jüdischer Bürger:innen in Wuppertal.
  • Führungen für Schulklassen und Exkursionen mit Historiker:innen vertiefen lokale jüdische Geschichte und Gegenwart.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Geschichte: Alte Synagoge Wuppertal entdecken

Die Begegnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal ist ein bedeutendes kulturelles und historisches Gedächtnis, das seit 1994 als Gedenkstätte an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. An ihrem Standort ist die freigelegte Ruine einer der Grundmauern der zerstörten Synagoge als Mahnmal erhalten geblieben. Die grauen Granitsteinplatten markieren den Grundriss des einstigen Gotteshauses und verweisen auf die tragische Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Region.

Die interaktive Ausstellung der Begegnungsstätte spannt einen Bogen über mehr als 200 Jahre jüdische Geschichte in Wuppertal und der Umgebung. Durch Klappen, Schubladen und originale Dokumente werden Alltagsgegenstände, Fotografien und historische Quellen präsentiert, die das Leben jüdischer Bürgerinnen und Bürger lebendig werden lassen. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der jüdischen Gemeinde, die sich im 19. Jahrhundert in Elberfeld und Barmen etablierte – etwa durch die Gründung der ersten Synagogen in der Region.

Ein zentraler Fokus der Ausstellung liegt auf der Aufarbeitung der NS-Zeit, doch sie zeigt auch, wie jüdische Menschen heute in Wuppertal leben. Die Begegnungsstätte setzt sich intensiv für Bildungsarbeit ein: Schulklassen ab der dritten Klasse können an dialogischen Führungen teilnehmen, die das historische Geschehen erfahrbar machen. Zudem werden regelmäßig Veranstaltungen mit Historikerinnen und Historikern angeboten, die Einblicke in die lokale Geschichte gewähren – etwa durch Führungen auf Russisch, die auf großes Interesse stoßen.

Die Sammlung umfasst nicht nur archivierte Dokumente, sondern auch persönliche Briefe und Alltagsgegenstände, die das Leben der jüdischen Gemeinschaft von ihren Anfängen bis in die Gegenwart dokumentieren. Prominente Persönlichkeiten wie die Dichterin Else Lasker-Schüler, die aus Wuppertal stammt, werden ebenfalls thematisiert. Die Begegnungsstätte verbindet so historische Aufklärung mit lebendiger Erinnerungskultur und lädt Besucherinnen und Besucher ein, die vielfältige Geschichte der jüdischen Präsenz in der Region zu entdecken.

Als Ort der Begegnung und des Lernens verbindet die Begegnungsstätte Alte Synagoge Vergangenheit und Gegenwart. Sie bietet nicht nur Einblicke in die jüdische Geschichte Wuppertals, sondern fördert auch den Dialog über Identität, Erinnerung und den Umgang mit Geschichte. Die interaktive Gestaltung und die regelmäßigen Führungen machen sie zu einem besonderen Ort für Kulturinteressierte, Geschichtsbegeisterte und alle, die sich für die Vielfalt der regionalen Vergangenheit begeistern.

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