Denkmal/Gedenkstätte

Gedenktafel zu Massaker

42349 Wuppertal

Highlights

  • Am Burgholz in Wuppertal ermordeten NS-Täter im März 1945 gezielt 30 Menschen.
  • Opfer waren Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die aus Not und Angst untergetaucht waren.
  • Das Massaker gilt als einziger bekannter Fall dieser Art auf Wuppertaler Stadtgebiet.

Tipps

  • Die Gedenktafel im Burgholz ist zu Fuß erreichbar, liegt aber abseits von Haltestellen und Parkplätzen – eine spontane Besichtigung erfordert etwas Planung.
  • Besuchern wird empfohlen, sich vorab über die historischen Hintergründe des Massakers zu informieren, um den Ort vertieft wahrzunehmen.
  • Der Ort eignet sich besonders für Bildungszwecke; Jugendliche profitieren von begleiteten Gesprächen über die NS-Vergangenheit vor Ort.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Gedenktafel zu Massaker in Wuppertal: Kulturdenkmal und Ausflugstipp

Die Gedenktafel zu dem sogenannten Burgholz-Massaker in Wuppertal erinnert an ein grausames Verbrechen der Nationalsozialisten in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Im März 1945 wurden im Burgholz, dem städtischen Forstgebiet, 30 Menschen – darunter Frauen und Männer – von Angehörigen der Gestapo und der Wuppertaler Kriminalpolizei ermordet. Es war das einzige bekannte Massaker auf Wuppertaler Stadtgebiet während der NS-Herrschaft und zugleich ein brutaler Ausdruck der willkürlichen Terrorherrschaft der nationalsozialistischen Sicherheitsorgane in der sogenannten „Kriegsendphase“.

Das Massaker steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Flucht von Zwangsarbeitern, sogenannten „Ostarbeitern“ und Kriegsgefangenen, die sich in dieser Zeit aus den Lagern stahlten und in versteckten Unterkünften wie beispielsweise zerstörten Gebäuden Zuflucht suchten. Diese Gruppen wurden von den NS-Behörden pauschal als „ausländische Banden“ diffamiert, obwohl die meisten von ihnen lediglich um ihr Überleben kämpften. Die NS-Sicherheitskräfte reagierten mit extremer Gewalt, wie auch das Ereignis im Burgholz zeigt. Die Hinrichtungen erfolgten ohne Gerichtsverfahren und unter Anwendung sadistischer Methoden – ein Akt willkürlicher Tötung, der die Zivilbevölkerung terrorisieren sollte.

Die Gedenktafel ist an einer Bundesstraße im Bereich des Burgholz angebracht und markiert den Ort des Geschehens. Sie erinnert nicht nur an die Opfer, sondern macht auch die Verantwortung lokaler Akteure im NS-System sichtbar. Besucher berichten von einer gepflegten und eindrucksvollen Gedenkstätte, die zum Nachdenken anregt. Der Weg dorthin ist zu Fuß gut erreichbar, allerdings fehlt es vor Ort an Parkmöglichkeiten, was spontane oder barrierearme Besuche erschwert. Die Stätte bietet Raum für Gespräche über die Geschichte und Mahnung für die Zukunft, wie Jugendliche bei Besuchen berichten.

Die Erinnerung an das Burgholz-Massaker ist Teil einer breiteren Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in Wuppertal. Initiativen und Bildungsarbeit vor Ort tragen dazu bei, dass die Geschichte lebendig bleibt und nicht in Vergessenheit gerät. Die Gedenktafel selbst ist ein stilles Zeugnis der Verbrechen des Nationalsozialismus und zugleich ein Appell, solche Taten nie zu vergessen und Demokratie sowie Menschlichkeit aktiv zu verteidigen.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Gedenktafel zu Massaker

Was war das Burgholz-Massaker in Wuppertal?
Das Burgholz-Massaker war ein NS-Verbrechen im März 1945, bei dem 30 Menschen von der Gestapo und Kriminalpolizei im Wuppertaler Burgholz ermordet wurden. Es ist der einzige bekannte Massenmord auf Wuppertaler Stadtgebiet während der NS-Zeit. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer waren die Opfer des Burgholz-Massakers?
Die Opfer waren Frauen und Männer, darunter Zwangsarbeiter und sogenannte „Ostarbeiter“, die aus Lebensnotwendigkeit teilweise kriminell wurden und von den NS-Behörden als „ausländische Banden“ wahrgenommen wurden. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum geschah das Massaker im Burgholz?
Das Massaker geschah im Kontext des NS-Terrors gegen ausländische Zwangsarbeiter und vermeintliche „Banden“. Die Opfer flohen aus Lagern und versuchten zu überleben, wurden aber von der Gestapo als Bedrohung angesehen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es Gedenkveranstaltungen zu dem Massaker in Wuppertal?
Ja, es gibt verschiedene Gedenkveranstaltungen, wie Vorträge und Stadtrundgänge, die sich mit der NS-Zeit in Wuppertal beschäftigen, darunter auch mit dem Burgholz-Massaker. Stand Juni 2026.

Quelle: website