Christuskirche Markee
Highlights
- Die Evangelische Christuskirche Markee (seit 1381) vereint prunkvolle Barockausstattung mit historischen Elementen wie Altarkanzel (1704) und schwebendem Taufengel.
- 1866 entstand hier die Gruft für Heinrich Friedrich von Bredow; 1935 spendete die Feuerwehr einen elektronischen Kronleuchter für die restaurierte Kirche.
Tipps
- Der barocke Altarraum mit dem Retabel aus dem 18. Jahrhundert zeigt eine prunkvolle Ausstattung, die für eine märkische Dorfkirche ungewöhnlich reichhaltig gestaltet wurde.
- Die historische Gruft aus dem Jahr 1866 erinnert an die Familie von Bredow und bietet Einblicke in die lokale Adelsgeschichte der Region.
- Die letzten Gerichtslinden am Kirchplatz stammen aus dem 17. Jahrhundert und stehen unter Naturschutz; ihre Wurzeln und Rasenflächen laden zum Verweilen ein.
Eigenschaften
Christuskirche Markee: Sakrale Kultur in Nauen-Markee
Die Evangelische Christuskirche Markee in Nauen-Markee ist ein historisches Juwel mit einer bewegten Vergangenheit und einer prächtigen Barockausstattung, die sie zu einem besonderen Ort im märkischen Kirchenbau macht. Die Kirche geht auf das Jahr 1381 zurück und war ursprünglich Tochterkirche der Nikolai-Kirche in Markau, einem benachbarten Ortsteil. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt sie jedoch einem Fachwerkbau aus dem Jahr 1697, der über die Jahrhunderte hinweg immer wieder restauriert und erweitert wurde.
Besonders beeindruckend ist die Innenausstattung, die als „prunkvollste Barockausstattung in einer märkischen Dorfkirche“ gilt. Dazu zählen eine Altarkanzel samt Empore aus dem Jahr 1704, ein barockes Altarretabel aus dem 18. Jahrhundert sowie ein schwebender Taufengel und mehrere Kronleuchter, die ebenfalls aus dieser Epoche stammen. Ein besonderes Denkmal ist die 1866 errichtete Gruft für Heinrich Friedrich von Bredow, die an die regionale Adelsgeschichte erinnert. Ein weiteres Highlight ist der elektronische Kronleuchter, den die freiwillige Feuerwehr Markee 1935 zur Einweihung der restaurierten Kirche spendete – ein Zeichen des Gemeinschaftsgeistes vor Ort.
Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein historisch bedeutsames Wahrzeichen. Ihr Standort an der alten Heerstraße verbindet sie mit den „Gerichtslinden“, vier mächtigen Lindenbäumen, die einst als Versammlungsort und symbolischer Schauplatz mittelalterlicher Rechtsprechung dienten. Laut mündlicher Überlieferung sollen hier einst Landreiter mit ihren Gefolgsleuten über Recht und Unrecht entschieden haben. Drei der Linden fielen im Laufe der Jahrhunderte Stürmen zum Opfer, doch die letzte, unter Naturschutz stehende Linde, erinnert noch heute an diese düstere, aber prägende Vergangenheit.
Seit 2013 engagiert sich der Bürgerverein Markee aktiv für den Erhalt der Kirche und des historischen Ortsbildes. Der gemeinnützige Verein bewahrt die Ortschronik, organisiert Ausstellungen historischer und zeitgenössischer Bilder und unterstützt die Kirchengemeinde bei der Pflege beider Kirchen in Markee und Markau. Durch dieses Engagement wird die Christuskirche nicht nur als sakraler Raum, sondern auch als lebendiges Stück regionaler Geschichte bewahrt – ein Ort, der Besucher mit seiner barocken Pracht und seiner bewegten Vergangenheit verzaubert.
Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,7 Sternen ist die Christuskirche Markee ein beliebter Ausflugsort für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte. Sie vereint handwerkliche Kunsthandwerk des 17. und 18. Jahrhunderts mit der tragischen, aber faszinierenden Geschichte einer märkischen Dorfkirche – ein Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt.