Kirche/Kloster

Neustädter Friedhofskirche

Äußere Brucker Str. 26, 91052 Erlangen

Highlights

  • Die Neustädter Friedhofskirche in Erlangen ist ein spätbarocker Saalbau aus Sandstein, erbaut zwischen 1783 und 1787.
  • Sie entstand, weil der 1703 eröffnete Friedhof zunächst über keine eigene Kirche verfügte.
  • Der Dachreiter über dem Ostportal wurde 1827 hinzugefügt und musste 1928 nach einem Blitzeinschlag erneuert werden.

Tipps

  • Die Neustädter Friedhofskirche in Erlangen ist ein spätbarocker Saalbau aus Sandstein, errichtet zwischen 1783 und 1787.
  • Der Eingang befindet sich an der Ostseite, führend durch ein Stichbogenportal ins Innere der Kirche.
  • Renovierungen fanden zuletzt in den Jahren 1988/89 statt, um den Zustand des Gebäudes zu erhalten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur und Sakralbau in Erlangen: Neustädter Friedhofskirche

Die Neustädter Friedhofskirche in Erlangen ist eine evangelisch-lutherische Sakralbauten aus der spätbarocken Zeit, die zwischen 1783 und 1787 auf dem Gelände des Neustädter Friedhofs errichtet wurde. Ursprünglich war der Friedhof, der 1703 eröffnet worden war, ohne eine eigene Kirche. Daher fanden Bestattungsfeiern zunächst in weiter entfernten Kirchen wie der Sophienkirche oder der Neustädter Kirche statt. Auf Initiative des Hofrats Johann Gottfried Groß, der eine eigene Familiengrabstätte mit Überdachung hatte anlegen lassen, entstand der Entwurf für eine eigene Friedhofskirche. Nachdem die Finanzierung durch Spenden einflussreicher Persönlichkeiten, eine Bürgersammlung sowie einen Zuschuss des Bayreuther Markgrafen gesichert war, begann der Bau durch lokale Handwerkermeister.

Das Gebäude ist ein schlichter, rechteckiger Saalbau im spätbarocken Stil, errichtet aus unverputzten Sandsteinquadern. Es weist ein Walmdach auf und ist durch Ecklisenen sowie Rundbogenfenster an den Längsseiten charakterisiert. An der Ost-, Süd- und Westseite befinden sich Stichbogenportale in der Mittelachse, über denen jeweils kleine Ovalfenster angebracht sind. Auf der Ostseite thront seit 1827 ein zweigeschossiger Dachreiter mit geschweiftem Helm, der ursprünglich sichtbares Fachwerk aufwies, später jedoch mit Schiefer verkleidet wurde. Innen zeigt die Kirche eine flachgedeckte Raumgestaltung im Markgrafenstil, wie sie auch in anderen Erlanger Kirchen zu finden ist. Ein kreuzförmiger Gang gliedert die Sitzbänke, während eine Empore auf Holzsäulen die Orgel trägt.

Im Zentrum des Innenraums steht der frühklassizistische Kanzelaltar, der 1787 vom Schreinermeister Johann Philipp Gorhau gefertigt wurde. Er ist durch Holzgitter mit den Seitenwänden verbunden und bildet den liturgischen Mittelpunkt der Kirche. Das Altarblatt mit der Darstellung des Auferstandenen wurde bei einer Renovierung Anfang des 20. Jahrhunderts neu gemalt. In dieser Zeit wurden auch zwei kunstvolle Glasfenster von Gustav van Treeck eingebaut, die jedoch bei späteren Sanierungen entfernt und verloren gingen. Die Sakristei an der Nordseite wurde in den Jahren 1848/49 angebaut. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfolgten mehrere umfangreiche Renovierungen, darunter in den Jahren um 1908/09, 1961/62 und 1988/89.

Die Kirche verfügt über eine eigene Orgelgeschichte: Bereits kurz nach der Fertigstellung der Kirche wurde 1789 eine gebrauchte Schleifladenorgel von Gottlob Emanuel Hüfner aus Nürnberg angeschafft. Diese wies sechs Register auf und wurde später durch ein neues Werk der Firma G. F. Steinmeyer & Co. ersetzt. Dieses wurde 1908 in das bestehende Gehäuse integriert und bei der Sanierung rund zehn Jahre später mit einem Elektro-Gebläse ausgestattet. Die Orgel ist bis heute ein zentrales Element der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstgeschehens.

Mit einem durchschnittlichen Google-Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei mehreren Bewertungen genießt die Neustädter Friedhofskirche bei Besuchern einen guten Ruf. Sie ist ein stimmungsvoller und historisch bedeutsamer Ort, der sowohl für kulturinteressierte Besucher als auch für Angehörige von Verstorbenen von großer Bedeutung ist. Die Kirche steht als Zeugnis der baukünstlerischen und religiösen Tradition Erlangens und lädt zu Besuchen im Rahmen kultureller und sakraler Ausflüge ein.

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4,5 (8) 4.5 aus 8 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

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Häufige Fragen zu Neustädter Friedhofskirche

Wann wurde die Neustädter Friedhofskirche erbaut?
Die Neustädter Friedhofskirche wurde zwischen 1783 und 1787 errichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde die Friedhofskirche gebaut?
Sie wurde gebaut, weil der Friedhof zunächst keine eigene Kirche hatte und Gottesdienste bei schlechtem Wetter schwer abzuhalten waren. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Baumeister waren an der Errichtung beteiligt?
Beteiligt waren die Zimmermeister Johann Paulus Sack und Georg Conrad Thaler sowie die Maurermeister Fiedler. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist besonders am Dachreiter der Kirche?
Der Dachreiter über dem Ostportal wurde 1827 erbaut und musste 1928 nach einem Blitzeinschlag erneuert werden. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Stilrichtung hat die Friedhofskirche?
Die Kirche ist ein spätbarocker Saalbau aus Sandstein mit barocken Innenausstattungen im Markgrafenstil. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia