See

Großer Lotzinsee

17268 Groß Dölln

Tipps

  • Der Große Lotzinsee ist ein ruhiger Natursee, der zum Wandern und Beobachten der Tierwelt einlädt.
  • Rund um den See verläuft ein Waldweg, der sich für Spaziergänge und Radtouren eignet.
  • Am Ostufer des Sees befindet sich der Wohnplatz Altlotzin, von dort aus gelangen Besucher direkt an den WasserRand.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Großer Lotzinsee

Der Große Lotzinsee liegt im brandenburgischen Groß Dölln, im Landkreis Uckermark. Er befindet sich etwa sechs Kilometer nördlich von Groß Schönebeck und südlich von Groß Dölln, nahe der kleinen Straße zwischen diesen Orten. Der See ist vollständig von Wald umgeben, was ihm eine ruhige und naturnahe Atmosphäre verleiht. Am Ostufer des Sees liegt der Wohnplatz Altlotzin.

Der See erstreckt sich in nordöstlicher bis südwestlicher Richtung und hat eine maximale Länge von rund 1,37 Kilometern. Seine Fläche wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben: Das Gewässerkataster nennt 36,2 Hektar, ältere Erhebungen aus dem Jahr 1908 kamen auf 42,2 Hektar, während neuere Angaben von 31 Hektar ausgehen. Der Seespiegel lag historisch bei etwa 54 Metern über Normalhöhennull und schwankte im Zeitraum von 1991 bis 2013 zwischen 52,20 und 53,30 Metern. Die maximale Wassertiefe wird mit Werten zwischen 2,10 und vier Metern beziffert. Der See gilt als eutroph, also nährstoffreich, und ist nicht geschichtet. Der einzige natürliche Abfluss ist das Trämmerfließ, das in Richtung Trämmersee führt, jedoch meist ausgetrocknet ist. Früher wurde es kanalisiert, um Holz zu flößen.

Erste urkundliche Erwähnungen des Sees datieren aus dem 16. Jahrhundert. Damals wurde er als „Der große Luzien“ bezeichnet, später als „Lotzin“ oder „Luzin“. In historischen Karten trägt er unter anderem die Namen „Lutzien See“ oder „Grosse Lozien See“. Die Namensdeutung ist nicht eindeutig, mögliche Herkünfte führen einerseits auf slawische Wörter für „Elch“ zurück, andererseits auf Begriffe für „Rute“ oder „Weide“.

Der Große Lotzinsee bietet Lebensraum für verschiedene Fischarten wie Flussbarsch, Karausche, Schleie und Hecht sowie für Krebse. Er wird von der Seenfischerei Prenden bewirtschaftet. Die Umgebung des Sees ist landschaftlich geprägt durch die markante Waldumrandung und die Nähe zur Gemeinde Schorfheide. Aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit und seiner Abgeschiedenheit ist der See ein ruhiger Ort inmitten der Uckermark.

Der See ist Teil der Seenlandschaft im brandenburgischen Jungmoränenland und wird im Gewässerkataster sowie in ökologischen Untersuchungen erfasst. Literarisch erwähnt wird er unter anderem in der Publikation „Die Seen im Brandenburgischen Jungmoränenland“, die sich mit Gewässern und deren Ökologie im Barnim beschäftigt. Trotz seiner landschaftlichen Reize ist der Große Lotzinsee bisher nicht stark frequentiert, was sich auch an der geringen Anzahl an Bewertungen widerspiegelt.

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