Evang. Pfarramt Waldhausen
Highlights
- Das Evang. Pfarramt Waldhausen betreut seit 1931 als selbstständige Pfarrverweserei die Kirchengemeinde mit eigenem Rhythmus im Jahreslauf.
- Nach dem Abriss der 1507 erbauten Marienkirche 1957 wurde 1659 eine restaurierte Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg wiederhergestellt.
- Die Gemeinde engagiert sich im Sozialbereich, etwa durch den Krankenpflegeverein, der 2003 mit Lorch fusionierte und heute im Zweckverband der Sozialstation wirkt.
Tipps
- Im Pfarramt werden zweimal jährlich Gemeindebriefe herausgegeben, die über aktuelle Veranstaltungen, Gottesdienste und gemeindliche Entwicklungen informieren.
Eigenschaften
Evangelische Kirche Lorch-Waldhausen: Sakrale Kultur entdecken
Das Evangelische Pfarramt Waldhausen in Lorch ist ein zentraler Ort der kirchlichen und gesellschaftlichen Identität der Region. Die Geschichte des Pfarramts ist eng mit der Entwicklung der Kirchengemeinde verbunden, die bereits im 16. Jahrhundert in der „Alten Kirche“, der Marienkirche aus dem Jahr 1507, ihren Ursprung fand. Nach dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche 1659 restauriert und diente fortan als spiritueller Mittelpunkt für die Bevölkerung.
1931 wurde Waldhausen zur eigenständigen Pfarrverweserei erhoben, was den Beginn einer neuen Phase markierte. Erst 1966 folgte mit Pfarrer Müller die Ernennung des ersten ständigen Pfarrers, der den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung legte. In kurzer Zeit entstanden nicht nur sakrale Gebäude, sondern auch gesellschaftliche Strukturen, die bis heute prägend sind. Die Kirchengemeinde übernahm Verantwortung für lokale Belange, etwa im Krankenpflegeverein, der sich später mit dem Verein aus Lorch zum heutigen Zweckverband der Sozialstation Lorch zusammenschloss.
Das Pfarramt selbst steht im Kontext einer lebendigen Kirchengemeinde, die sich durch regelmäßige Veranstaltungen und einen eigenen Rhythmus auszeichnet. Der Gemeindebrief, der zweimal jährlich erscheint, informiert über aktuelle Themen und das Geschehen im Jahreslauf – ein Beleg für die tiefe Verwurzelung des Ortes. Besonders im Remstal war der rot erleuchtete Kirchturm ein weithin sichtbares Symbol des Zusammenhalts, das auch bei gemeinsamen Feiern wie dem „Tag der offenen Tür“ unter der alten Platane für Gemeinschaft sorgte.
Die Umgebung von Lorch und Waldhausen besticht durch historisch gewachsene Backsteinkirchen und eine intakte Innenstadt, die von bürgerlichem Stolz und Selbstständigkeit zeugt. Die Region verbindet sakrale Tradition mit lebendigem Gemeindeleben, wie es auch am Pfarramt Waldhausen spürbar wird. Hier treffen Geschichte, Verantwortung und ein offener Umgang mit der Nachbarschaft aufeinander – ein Ort, der nicht nur spirituell, sondern auch sozial verankert ist.
Wer das Pfarramt besucht, findet nicht nur einen Ort der Andacht, sondern auch eine Einladung zum Verweilen: Kaffeespezialitäten, hausgemachte Kuchen und kühle Getränke laden zum Aufenthalt unter der alten Platane ein. So wird das Pfarramt Waldhausen zu einem Ort der Begegnung, der sowohl Gläubige als auch Neugierige anspricht und die Verbindung von Kultur, Sakralem und Gemeinschaft lebendig hält.