Saalbrunnen
Highlights
- Die Saalequelle liegt am Fuße des Großen Waldsteins im Fichtelgebirge auf dem Gebiet der Gemeinde Zell.
- Bis 1869 galt der heute als Quelle ausgewiesene Punkt als „Ausgang der Saale“ und war Teil eines ehemaligen Bergwerks.
- Das Bergwerk „Hülffe Gottes“ wurde 1769 gegründet und beeinflusste die frühere Gestaltung der Saalequelle.
Tipps
- Der Saalbrunnen ist über einen gepflasterten Weg erreichbar, der von der Ortschaft Zell aus führt.
- Parkmöglichkeiten sind in der Nähe des Saalbrunnens vorhanden, jedoch begrenzt.
- Eintritt zum Gelände ist frei, Bargeld wird vor Ort nicht benötigt.
Eigenschaften
Naturausflug am Saalbrunnen in Zell – Erlebnis pur
Der Saalbrunnen in Zell ist der offizielle Ursprung der Saale, eines Flusses, der hauptsächlich durch Sachsen-Anhalt und Thüringen fließt. Gelegen am Fuße des Großen Waldsteins im Nordwesten des Fichtelgebirges, markiert dieser historische Ort den Beginn des rund 400 Kilometer langen Flusslaufs, der später in die Elbe mündet. Obwohl der eigentliche Quellaustritt etwa 60 Meter höher liegt, gilt der heute gefasste und gestaltete Ausgang als symbolische Quelle der Saale. Diese Stelle befindet sich im Landkreis Hof in Oberfranken, Bayern. Die Geschichte des Saalbrunnens ist eng mit dem Bergbau des 18. Jahrhunderts verknüpft. 1769 ließ Jacob Heinrich Richter aus Zell das kleine Bergwerk „Hülffe Gottes“ errichten, in dem Gelbkreide abgebaut wurde. Das Bergwerk umfasste einen Förderstollen, der die natürliche Quelle unterquerte. Noch Jahrzehnte später wurde die Anlage von Fachleuten begutachtet, darunter 1794 Alexander von Humboldt in seiner Funktion als Oberbergmeister. Im Zuge der Rekultivierung des Bergwerksgeländes wurde die heutige Quellenfassung errichtet – initiiert von den umliegenden Städten, wie eine Inschrift auf einer Marmortafel dokumentiert. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden die letzten sichtbaren Spuren des Bergbaus beseitigt. Die neue Gestaltung des Saalbrunnens schuf eine steinerne Fassung mit Bruchstein-Auslegern, die den Charakter eines klassischen Quellenschmucks erhielt. Lediglich der Abraumkegel und eine Versturzmulde des ehemaligen Schachtes erinnern heute noch an die industrielle Nutzung des Ortes. Diese Entwicklung machte den Saalbrunnen zu einem landschaftlich und kulturhistorisch bedeutsamen Punkt im Fichtelgebirge. Als Naturerlebnis bietet der Saalbrunnen einen besonderen Anziehungspunkt für Wanderer und Naturliebhaber. Die Umgebung lädt zu einer ruhigen Pause im Grünen ein und vermittelt gleichzeitig einen Eindruck von der geologischen wie kulturellen Vielschichtigkeit der Region. Der Ort ist Teil des landschaftlich reizvollen Naturraums um Zell und damit ein idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug im Freien – ganzjährig, besonders in der Wandersaison von April bis November.
In der Nähe
Ausflugsziele in der Nähe
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Saalbrunnen
Wo liegt die Saalequelle in Zell?
Quelle: wikipedia
Was war das „Hülffe Gottes“-Bergwerk?
Quelle: wikipedia
Wie wurde die Saalequelle früher genannt?
Quelle: wikipedia
Wer inspizierte das Bergwerk 1794?
Quelle: wikipedia