Burg/Schloss

Gutshaus Zettemin

Dorfstraße 65, 17153 Zettemin

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Ausflug zur Burg Gutshaus Zettemin in Zettemin

Das Gutshaus Zettemin ist eine denkmalgeschützte barocke Anlage im Herzen der Gemeinde Zettemin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Es zählt sowohl architektonisch als auch landschaftlich zu den bemerkenswerten Kulturdenkmälern der Region. Das Gebäudeensemble wurde im 18. Jahrhundert errichtet und präsentiert sich als zweigeschossiger, siebenachsiger Backsteinbau mit einem markanten Walmdach und einem übergiebelten Mittelrisalit. Die symmetrische Anlage wird flankiert von eingeschossigen Nebenflügeln, die sich viertelkreisförmig an den Hauptbau anschließen und so das Bild eines harmonischen Gutshofs im späten Barockstil ergeben.

Ursprünglich gehörte das Anwesen dem Kloster Dargun und später adeligen Familien, darunter die Grafen von Schwerin, die bis ins 20. Jahrhundert maßgeblichen Einfluss auf das Gut ausübten. Im 19. Jahrhundert wurde um das Gutshaus herum ein Landschaftspark nach Plänen des renommierten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné angelegt. Dieser war Teil einer umfassenden Gestaltung des ländlichen Raums, deren Strukturen heute jedoch nicht mehr erhalten sind. Die Anlage spielte früher eine zentrale Rolle in der Dorfentwicklung von Zettemin, das sich ab dem Mittelalter als typisches Gutsdorf etablierte.

Im Zuge der Agrarreformen und gesellschaftlichen Umbrüche nach 1945 wurde das Gut enteignet. In der Folgezeit wurde das Gebäude mehrfach umgenutzt – unter anderem als Kinderkrippe und Wohnhaus – was zu baulichen Veränderungen führte. Heute steht das Gutshaus größtenteils leer und wird nur noch gelegentlich für Wohnzwecke genutzt. Der Zustand des Gebäudes wird von Besuchern und Einheimischen als verwildert und ungepflegt beschrieben. Langjährige Investitionen in den Erhalt oder die Aufwertung der Anlage blieben aus, was zu einem kontinuierlichen Verfall führt.

Das Gutshaus ist Teil des Projekts „7-Eichen“, einem regionalen Entwicklungsprogramm, in dessen Rahmen unter anderem Pläne für Wohnungen, Veranstaltungsräume und ein Café bestehen. Diese Pläne wecken Hoffnung auf eine zukünftige Revitalisierung, doch bisher blieben sie größtenteils unumgesetzt. Die derzeitige Situation wird von Besuchern kritisch wahrgenommen, die vor allem die mangelnde Pflege und fehlende Investitionen bemängeln. Einige Rezensionen warnen zudem vor einzelnen Personen, die in Verbindung mit dem Gutshaus Missbrauch betreiben könnten.

Trotz seiner derzeitigen Verfallssituation bleibt das Gutshaus Zettemin ein historisch bedeutsames Zeugnis mecklenburgischer Adelsgeschichte und bäuerlicher Strukturen. Seine landschaftliche Lage und architektonische Substanz machen es zu einem interessanten, wenn auch derzeit wenig einladenden Ausflugsziel für Kultur- und Geschichteinteressierte in der Region.

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Häufige Fragen zu Gutshaus Zettemin

Was ist das Gutshaus Zettemin?
Das Gutshaus Zettemin ist ein denkmalgeschütztes barockes Gebäude im Dorf Zettemin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und prägt heute das Dorfbild. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wer waren die Besitzer des Gutshauses Zettemin?
Das Gutshaus gehörte unter anderem dem Kloster Dargun, den Familien von Maltzahn und von Heyden-Linden. Ab dem 19. Jahrhundert besaßen es die Grafen von Schwerin. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte Peter Joseph Lenné beim Gutshaus Zettemin?
Peter Joseph Lenné entwarf den Landschaftspark um das Gutshaus Zettemin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Park ist heute jedoch nicht mehr erhalten. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Gutshaus nach dem Zweiten Weltkrieg?
Nach 1945 wurden die Grafen von Schwerin enteignet. Das Gutshaus wurde umgebaut und diente als Kinderkrippe und Wohnhaus. Heute wird es teilweise noch bewohnt. {stand}.

Quelle: wikipedia