Ev. Kirche Eichwalde
Highlights
- Die Ev. Kirche Eichwalde entstand 1908 im gotischen Backsteinstil nach Plänen von Georg Büttner.
- Altar und Kanzel stammen von der Jerusalemer Kirche Berlin; der Turmhelm wurde 1987 mit Kupfer gedeckt.
- Seit 2003 dient das ehemalige Kirchengebäude als Kinder- und Senioren-Begegnungsstätte mit rollstuhlgerechtem Zugang.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Kirchengebäudes zur Verfügung.
- Die historische Architektur mit markantem Backstein und gotischen Elementen prägt das Erscheinungsbild des Gotteshauses.
Eigenschaften
Ev. Kirche Eichwalde – Kulturausflug in Eichwalde
Die Evangelische Kirche Eichwalde ist ein prägendes Wahrzeichen des Ortes und ein architektonisches Juwel im rein gotischen Stil, das sich durch seinen markanten Märkischen Backstein auszeichnet. Der Kirchenbau entstand im späten 19. Jahrhundert als Teil der Ortsentwicklung, die durch den Ausbau von Bahn und Chaussee begünstigt wurde. Ursprünglich diente ein Klassenraum des Schulgebäudes als provisorischer Gottesdienstraum, bis 1908 nach Plänen des bekannten Architekten Georg Büttner – damals Provinzialkonservator in Brandenburg – die heutige Kirche errichtet wurde.
Das Innere der Kirche besticht durch ihre historische Ausstattung: Altar und Kanzel stammen ursprünglich aus der Jerusalemer Kirche in Berlin und wurden der Gemeinde übereignet. Die beiden Glocken, die zunächst per Seilzug betätigt wurden, erhielten 1927 eine elektrische Läutemaschine. Der Turmhelm wurde 1987 von einer Ziegelbedeckung auf ein Kupferdach umgestellt, während das Kirchendach 2008 umfassend saniert wurde. Die harmonische Verbindung von Backsteinarchitektur und sakraler Funktion macht den Ort bis heute zu einem Ort der Andacht und des Gemeinschaftslebens.
Neben der Gottesdienstpraxis hat die Kirche eine wichtige soziale Funktion: Seit 2003 beherbergt sie die evangelische Kindertagesstätte „Jona’s Wal“, die direkt an das 1938 erbaute Gemeindehaus angrenzt. Der Neubau verbindet Kirchenbüro und Kita unter einem Dach und schafft so einen generationenübergreifenden Begegnungsort. Die barrierefreie Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – unterstreicht den modernen Anspruch der Gemeinde, alle Besucher willkommen zu heißen.
Für die Bewohner des umliegenden Hoherlehmer Feldes war die Kirche einst ein zentraler Ort des Glaubenslebens: Über zwei Jahrhunderte hinweg pilgerten die Gläubigen nach Königs Wusterhausen, bis Eichwalde 1908 mit der eigenen Pfarrstelle versorgt wurde. Die erste Pfarrstelle wurde mit Pfarrer Hirschberg besetzt, der von 1908 bis 1914 in Wildau tätig war.
Mit einem Google-Rating von 4,6/5 gilt die Evangelische Kirche Eichwalde als beliebter Ort für Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Gemeinschaftsprojekte. Ob als historischer Sakralbau, sozialer Treffpunkt oder Ort der Stille – sie verkörpert die Verbindung von Tradition und lebendigem Gemeindeleben im Herzen Eichwaldes.