Salemer Moor
Highlights
- Das Salemer Moor ist ein Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein und liegt im Naturpark Lauenburgische Seen.
- Es umfasst rund 690 Hektar und schützt ein eiszeitliches Schmelzwasserrinnensystem mit Mooren, Seen und Wäldern.
- Zum Gebiet gehören auch die Seen Ruschensee, Schwarze Kuhle, Plötscher See und Garrensee sowie verschiedene Waldtypen.
Tipps
- Das Salemer Moor ist ein Naturschutzgebiet mit abwechslungsreichen Lebensräumen – ideal für Beobachtungen von Pflanzen, Vögeln und Insekten.
- Anliegende Seen und Wälder bieten gute Möglichkeiten für Naturerlebnis und Erholung auf bestehenden Wegen.
- Das Gebiet ist Teil eines EU-Vogelschutz- und FFH-Gebietes – Besucher sollten sich an markierten Pfaden halten.
Eigenschaften
Ausflug Natur: Salemer Moor in Ziethen entdecken
Das Salemer Moor in der Gemeinde Ziethen ist ein beeindruckendes Naturschutzgebiet im Herzen des Naturparks Lauenburgische Seen, im Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein. Als Landschaftsschutzgebiet genießt es einen hohen ökologischen Schutzstatus und zählt zu den besonderen Naturschutzflächen des Bundeslandes. Es erstreckt sich über rund 690 Hektar und umfasst neben dem eigentlichen Moor auch angrenzende Wälder, Seen und Feuchtgebiete. Zu den markanten Gewässern im Schutzgebiet zählen der Ruschensee, die Schwarze Kuhle, der Plötscher See und der Garrensee, die allesamt von waldreichen Uferzonen umgeben sind.
Das Gelände des Salemer Moors ist geprägt von seiner eiszeitlichen Entstehungsgeschichte. Es handelt sich um ein ehemaliges Schmelzwasserrinnensystem mit markanten Senken und steilen Hängen, die heute vielfältige Lebensräume beherbergen. Ursprünglich entwickelte sich das Moor in einem abflusslosen Becken, das sich nach der letzten Eiszeit allmählich verlandete. Heute ist es ein teilabgetorftes Hochmoor, in dem sich durch Renaturierungsmaßnahmen wieder typische Moorvegetation wie Torfmoose, Wollgräser sowie verschiedene Heidearten ausgebreitet hat. Im Umfeld des Moores wachsen Moorwälder sowie Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder, die das Landschaftsbild prägen.
Ein besonderes ökologisches Highlight ist die Talrinne zwischen Plötscher See und Schwarzer Kuhle, die in den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts renaturiert wurde. Der ehemalige Entwässerungsgraben wurde verschlossen, wodurch sich wieder natürliche Nassstandorte einstellten. In der Folge entwickelte sich dort ein artenreicher Erlen-Weidenbruchwald, in dem auch seltene Pflanzen wie die Sumpfcalla oder der Gemeine Wasserschlauch gedeihen. Die Seen innerhalb des Gebiets beherbergen vielfältige Wasservegetation, darunter verschiedene Laichkraut- und Schwimmblattarten, die Lebensraum für viele heimische Tierarten bieten.
Das Salemer Moor grenzt im Norden an das Naturschutzgebiet „Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung“ und ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes – sowohl des FFH-Gebietes „Salemer Moor“ als auch des EU-Vogelschutzgebietes „Schaalsee-Gebiet“. Damit unterstreicht das Gebiet seine herausragende Bedeutung für den Erhalt gefährdeter Arten und Lebensräume. Die Zuständigkeit für den Naturschutz im Gebiet liegt beim Kreis Herzogtum Lauenburg. Mit seiner landschaftlichen Vielfalt und seiner hohen Biodiversität ist das Salemer Moor ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber, Wanderer und Beobachter von Flora und Fauna.
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Häufige Fragen zu Salemer Moor
Wo befindet sich das Salemer Moor?
Quelle: wikipedia
Welche Flächen gehören zum Naturschutzgebiet Salemer Moor?
Quelle: wikipedia
Seit wann ist das Salemer Moor ein Naturschutzgebiet?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen Naturräume gibt es im Salemer Moor?
Quelle: wikipedia