Das Ascheweibchen
Highlights
- Das Ascheweibchen ist eine Sage aus Zittau über einen falschen Onkel, der einen Prinzen töten lassen wollte.
- Der Prinz überlebte und wurde von einem Schuhmacher aufgenommen.
- Die Sage knüpft an historische Ereignisse in Zittau an.
Tipps
- Beim Besuch des Ascheweibchens auf dem Sagenpfad in Zittau lohnt sich ein Abstecher zur Touristeninfo für gedruckte Infos.
- Die Skulptur lädt zum Fotografieren ein, besonders bei Sonnenschein.
- Weitere Stationen des Sagenpfades bieten sich für einen Rundgang durch die historische Altstadt an.
Eigenschaften
Über Das Ascheweibchen
Das Ascheweibchen ist eine historische Sehenswürdigkeit in der Stadt Zittau und zählt zu den Stationen des dortigen Sagenpfades. Die Skulptur vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Volksdichtung der Region und verbindet lokale Geschichtenerzählungen mit künstlerischer Form. Die Figur selbst stellt eine bäuerliche Frau dar, die mit einem Korb auf dem Rücken dasteht und in die Ferne blickt. Sie verkörpert eine Sage, die tief in der Kulturgeschichte Zittaues verwurzelt ist und eng mit dem Alltagsleben früherer Zeiten verknüpft ist.
Die Sage vom Ascheweibchen erzählt von einer Frau, die während einer Hungersnot mit einem Korb voller Asche durch die Stadt ging. In einer Zeit großer Not und Verzweiflung versuchte sie, ihre Kinder mit der Asche zu sättigen, da kein Getreide mehr verfügbar war. Die Gestalt wurde später zu einem Symbol für Armut und Entbehrung, aber auch für die Kraft des Überlebens. Die Darstellung in Stein erinnert bis heute an diese Erzählung und macht die Besucher mit einem Teil der regionalen Folklore vertraut.
Die Skulptur ist Teil des Sagenpfades der Stadt Zittau, der insgesamt 14 Stationen umfasst. Alle Stationen basieren auf Erzählungen aus dem „Sagenbuch des Königreichs Sachsen“ von Dr. Alfred Meiche aus dem Jahr 1903. Die Figuren und Inschriften entlang des Pfades laden dazu ein, die Stadt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen – geprägt von Fantasie, Aberglauben und historischen Andeutungen. Die Umsetzung der Stationen erfolgte in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und unter fachkundiger Begleitung.
Das Ascheweibchen befindet sich im historischen Stadtkern von Zittau und ist somit leicht zu Fuß zu erreichen. Es lädt zu einem kurzen Halt im Rahmen einer Stadtrundfahrt oder Wanderung ein. Die Qualität der Gestaltung wird von Besucherinnen und Besuchern als gelungen wahrgenommen. Die Skulptur ist gut erhalten und bietet eine lohnenswerte Ergänzung für Interessierte, die sich für die kulturelle Seite der Stadt interessieren. Informative Materialien zum Sagenpfad sind im Tourismuszentrum erhältlich.