Denkmal/Gedenkstätte

Johanniskirche

Johannispl. 1, 02763 Zittau

Highlights

  • Die Johanniskirche in Zittau wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt und war bis 1757 eine spätgotische Hallenkirche, zerstört im Siebenjährigen Krieg.
  • Nach der Zerstörung gestaltete Karl Friedrich Schinkel sie 1837 im klassizistischen Stil; 1836 entstand ein Kolossalgemälde von Rosendahl im Altarraum.

Tipps

  • Die Johanniskirche bietet einen barrierefreien Zugang über einen rollstuhlgerechten Eingang, der den Besuch für alle ermöglicht.
  • Im Inneren der Kirche befindet sich ein Kolossalgemälde aus dem Jahr 1836, das die Offenbarung des Johannes auf Patmos darstellt und als künstlerisches Highlight gilt.
  • Die historische Jehmlich-Orgel mit 83 Registern und einer reichen Baugeschichte wird aktuell restauriert, wobei Teile der Pfeifen bereits in der Werkstatt vorbereitet werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Johanniskirche Zittau

Die Johanniskirche in Zittau zählt zu den bedeutendsten historischen Kirchenbauten der Region und vereint über sieben Jahrhunderte kirchliche Tradition mit architektonischer Vielfalt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1291, doch ihre Entwicklung durchlief mehrere prägende Phasen. Ursprünglich als dreischiffige Hallenkirche geplant, wurde sie im 15. Jahrhundert zu einer imposanten spätgotischen Vier-Schiffigkeit erweitert – ein Zeugnis der gotischen Baukunst, das bis zu ihrer Zerstörung im Siebenjährigen Krieg (1757) Bestand hatte.

Nach der Verwüstung durch die Beschießung der Stadt erhielt die Johanniskirche ihr heutiges klassizistisches Gepräge durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel, der sie zwischen 1834 und 1837 neu gestaltete. Sein Entwurf prägt bis heute die äußere Architektur und den Innenraum, wobei der Altarraum mit einem kolossalen Gemälde des Berliner Malers Bernhard Wilhelm Rosendahl aus dem Jahr 1836 geschmückt ist. Das Werk zeigt den Evangelisten Johannes bei der Offenbarung auf Patmos und ist ein zentrales künstlerisches Highlight der Kirche.

Ein weiteres Juwel der Johanniskirche ist ihre Orgel, die 1839 von der Firma Jehmlich erbaut und später durch die Zittauer Orgelbaufirma Schuster auf 83 Register erweitert wurde. Die Instrumentenkammer beherbergt zudem eine Kassettendecke aus dem 18. Jahrhundert, die durch Restaurierungen ihre historische Pracht bewahrt hat. Die Kirche war zudem Wirkungsstätte bedeutender Persönlichkeiten wie des Reformators Lorenz Heidenreich (ab 1521) und des Komponisten Andreas Hammerschmidt, dessen musikalisches Erbe bis heute nachhallt.

Regelmäßige Sanierungsarbeiten sichern den Erhalt dieses Kulturdenkmals. Aktuell durchläuft die Orgel eine umfassende Restaurierung, bei der alle Pfeifen ausgebaut und in Dresden von Jehmlich instand gesetzt werden. Parallel werden Innenräume wie die Orgelkammer mit restaurierten Kandelabern neu beleuchtet, während die Kassettendecke im Langhaus ihre historische Struktur zurückerlangt. Die Johanniskirche bleibt damit nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Museum sakraler Kunst und Architektur.

Mit einem Google-Rating von 4,5 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt die Johanniskirche als eine der sehenswertesten Kirchen in der Region. Sie verbindet historische Kontinuität mit künstlerischer Qualität und lädt Besucher ein, ihre gotischen Ursprünge, klassizistische Eleganz und musikalische Tradition zu erleben – ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes von Zittau.

Bewertungen

4,5 (21) 4.5 aus 21 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,5 (21) 4.5 · 21 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…