Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein Fam. Holzer

Ob. Hauptstraße 9, 85354 Freising

Highlights

  • Stolperstein für die Familie Holzer erinnert an NS-Verfolgte in Freising – Teil des Projekts ‚Stolpersteine gegen das Vergessen‘ von Gunter Demnig.
  • Die Familie Holzer zählt zu den in Freising verlegten Gedenksteinen für Opfer des Nationalsozialismus, darunter Juden, Sinti und Roma oder politisch Verfolgte.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Freising erinnern an die Schicksale von Familien während des Nationalsozialismus und gehören zu einem bundesweiten Projekt von Gunter Demnig.
  • Die Verlegung der Steine erfolgt durch lokale Initiativen, die sich der Aufklärung über Verfolgung und Vertreibung widmen und die Erinnerung bewahren.
  • Die Beschriftungen auf den Steinen enthalten oft Namen, Geburtsdaten und das Schicksal der Betroffenen, die durch den Nationalsozialismus betroffen waren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Fam. Holzer Freising – Kulturdenkmal

Der Stolperstein für die Familie Holzer in Freising ist Teil des internationalen Kunstprojekts von Gunter Demnig, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die kleinen, in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln tragen die Namen und Lebensdaten der Verfolgten, um ihr Schicksal vor dem Vergessen zu bewahren. Das Projekt dokumentiert systematisch die Vertreibung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas sowie Opfer der Euthanasie – und damit die individuellen Schicksale hinter den Statistiken des NS-Regimes.

Die Stolpersteine sind nicht nur Gedenkzeichen, sondern auch ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. In Freising erinnern sie an die Menschen, die hier einst lebten, bevor sie deportiert, ermordet oder in den Exil gezwungen wurden. Die Familie Holzer gehört zu den vielen Betroffenen, deren Namen nun im öffentlichen Raum verankert sind. Durch die sichtbare Präsenz der Steine wird die Erinnerung wachgehalten und die Verantwortung für die Vergangenheit betont – besonders in einer Region, die eng mit der bayerischen Geschichte verbunden ist.

Das Projekt „Stolpersteine gegen das Vergessen“ wird von engagierten Initiativen wie der Willy-Aron-Gesellschaft in Bamberg unterstützt, die seit Jahren die Verlegung und Dokumentation der Steine koordiniert. Eine wachsende Datenbank sammelt die Schicksale der Geehrten, um Angehörige zu unterstützen und die Forschung zu fördern. In Freising steht der Stein für die Familie Holzer stellvertretend für viele weitere Geschichten, die es zu erzählen gilt – und die dazu auffordern, sich mit den Mechanismen der Verfolgung und den Folgen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

Besucher:innen können an den Stolpersteinen nicht nur die Namen lesen, sondern auch die Biografien der Verfolgten nachvollziehen. Die Steine sind Teil eines lebendigen Gedächtnisses, das die Stadt Freising als Ort der Erinnerung prägt. Sie laden ein, innezuhalten, nachzudenken und die Verantwortung für eine offene Gesellschaft zu übernehmen – fernab von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung. So wird aus dem Denkmal ein aktiver Teil der kulturellen Landschaft, der zum Dialog über Geschichte und Gegenwart einlädt.

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