Museum

Garnisonsmuseum Wünsdorf

Gutenbergstraße 9, 15806 Zossen

Highlights

  • Das Garnisonsmuseum Wünsdorf dokumentiert die Militärgeschichte des ehemaligen Garnisonsortes Zossen-Wünsdorf von 1910 bis 1994.
  • Es zeigt Exponate und Dokumente zur deutschen und sowjetischen Nutzung des Militärstandorts.
  • Der Förderverein des Museums erforscht seit 1993 die lokale Militär- und Heimatgeschichte.

Tipps

  • Das Museum ist voraussichtlich zwischen März und Oktober geöffnet, November je nach Wetterlage.
  • Eintritt zum Garnisonsmuseum und „Roter Stern“ kostet 7 EUR, zum Luftschutzturm 1,50 EUR.
  • Die Dauerausstellung konzentriert sich auf die deutsche Militärgeschichte von 1910 bis 1945.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Garnisonsmuseum Wünsdorf

Das Garnisonsmuseum Wünsdorf befindet sich im brandenburgischen Zossen und zählt zu den bedeutendsten Museen, die die Militärgeschichte Deutschlands aufarbeiten. Es dokumentiert die nahezu hundertjährige Geschichte des ehemaligen Militärstandorts Wünsdorf, der sowohl unter deutscher als auch sowjetischer Nutzung eine zentrale Rolle spielte. Das Museum widmet sich vor allem der Zeit von 1910 bis 1945 und vermittelt eindrucksvoll, welche Rolle der Standort im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus spielte.

In der Dauerausstellung werden sowohl historische Exponate als auch Dokumente und Fotos gezeigt, die den Besucher mitnehmen in die verschiedenen Epochen der militärischen Nutzung des Areals. Die Ausstellung setzt dabei auf sachliche und vorurteilsfreie Darstellung, ohne die historischen Ereignisse zu verklären oder gar zu verherrlichen. Zahlreiche Erinnerungsstücke stammen von ehemaligen Soldaten, Bewohnern des ehemaligen Stammlagers sowie deren Nachkommen, die dem Museum wertvolle Zeugnisse ihrer Zeit vor Ort zur Verfügung gestellt haben.

Der Träger des Museums ist der Förderverein Garnisonsmuseum Wünsdorf e. V., der 1993 gegründet wurde und seither aktiv die Geschichte des Standorts erforscht und aufbereitet. Die Forschungsarbeit des Vereins leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der militärischen Vergangenheit, die lange Zeit durch Geheimhaltung verschleiert war – zunächst durch das deutsche Militär und später durch die sowjetischen Streitkräfte, die den Standort bis 1994 nutzten.

Das Garnisonsmuseum ergänzt sich inhaltlich mit dem Nachbarmuseum „Roter Stern“, das die sowjetische Besatzungszeit thematisiert. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem ein ehemaliger Luftschutzturm, einer von insgesamt neunzehn Türmen der „Bauart Winkel“, die zum Schutz des Oberkommandos des Heeres errichtet wurden. Diese Bauten sind heute ein markantes Zeugnis der militärischen Architektur der NS-Zeit im Raum Zossen.

Das Museum ist vor allem für Interessierte der Militär- und Lokalgeschichte ein lohnendes Ausflugsziel. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich ein eigenes Bild von der komplexen und vielschichtigen Geschichte des Ortes zu machen. Regelmäßig finden zudem Führungen und Sonderveranstaltungen statt, die den Besuch noch abwechslungsreicher gestalten. Mit dem Eintritt unterstützt man gleichzeitig die ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins, der das Museum in privater Trägerschaft betreibt.

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