Denkmal/Gedenkstätte

Deutsche Kriegsgräberstätte auf dem Georgenberg

03130 Spremberg

Highlights

  • Die Deutsche Kriegsgräberstätte auf dem Georgenberg in Spremberg entstand 1995 als Umbettungsfriedhof für Kriegstote beider Weltkriege.
  • Aufgrund von Braunkohleabbau und Munitionsbergung wurden über 696 deutsche Kriegstote bis 2001 hier neu beigesetzt.
  • Das Gelände umfasst sechs nummerierte Felder, darunter zivile Erbbegräbnisstätten, und ist über die Kirschallee zugänglich.

Tipps

  • Beim Besuch der Kriegsgräberstätte auf dem Georgenberg sollte man die zentrale Sichtachse nutzen, um sich orientieren zu können.
  • Die einzelnen Gräberfelder sind über kleinere Wege erreichbar und chronologisch durchnummeriert.
  • Führungen sind vorab zu organisieren, da das Gelände nicht ständig besetzt ist.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Deutsche Kriegsgräberstätte auf dem Georgenberg

Die Deutsche Kriegsgräberstätte auf dem Georgenberg in Spremberg ist eine zentrale Erinnerungsstätte im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Sie dient als letzte Ruhestätte für deutsche Kriegstote beider Weltkriege und entstand im Zuge von Umbettungen, die im Zusammenhang mit Braunkohletagebau und Munitionsbergung notwendig wurden. Das Gelände zählt als Flächendenkmal und ist Teil der kulturellen und historischen Landschaft der Region.

Die Notwendigkeit, Kriegsgräber umzubetten, ergab sich durch die Zerstörung von Friedhöfen und Geländen im Zuge des Braunkohleabbaus in der Lausitz. Im Jahr 1995 wurde der Friedhof offiziell als Umbettungsort etabliert. Die erste Beerdigung fand bereits in diesem Jahr statt, als die sterblichen Überreste eines deutschen Flugzeugpiloten aus dem Wrack bei Wolkenberg überführt wurden. Bis zum Jahr 2001 wurden insgesamt mehrere hundert Kriegstote an dieser Stelle beigesetzt.

Das Gelände der Kriegsgräberstätte ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die als nummerierte Felder angelegt sind. Der Zugang erfolgt von der Kirschallee aus, wo sich eine zentrale Sichtachse mit einer Reihe von Laubbäumen bis zu einem schlichten Betonkreuz erstreckt. Von hier aus führen kleinere Wege zu den einzelnen Gräberfeldern, die entgegen dem Uhrzeigersinn nummeriert sind. Dazu gehören die Felder I-a bis IV sowie die östlich gelegenen Felder V und VI. Jedes Feld beherbergt die sterblichen Überreste von Kriegsopfern, die aus unterschiedlichen Orten der Region umgebettet wurden, darunter unter anderem Kausche, Steinitz, Cottbus und weitere Dörfer und Stadtteile.

Das Feld I-a vereint die ursprünglich vorhandenen 174 Kriegsgräber aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die ersten umgebetteten Toten aus dem Jahr 1995. Weitere Felder entstanden in den folgenden Jahren durch die Überführung von Gräbern aus Orten wie Kausche, Albertinenaue, Bahnsdorf und vielen anderen. Die Belegung der Felder erfolgte zeitlich gestaffelt, wobei einige Bereiche, wie Feld VI, zeitweise nicht belegt blieben. Im nordwestlichen Teil des Geländes befinden sich zudem zivile Erbbegräbnisstätten.

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