Bibliothek

Bibliothek für Völkerkunde

Johannispl. 5-11, 04105 Leipzig

Highlights

  • Schwerpunkt sind materielle Kulturen – von Kleidung und Waffen bis zu Wirtschaft und Technik – mit Fokus auf globale Sammlungsgeschichte und aktuelle Forschungsfragen.
  • Die Bestände umfassen auch Museologie, Restaurierung und Ausstellungsdokumentationen, eng verknüpft mit den Sammlungen der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens.

Tipps

  • Der Besuch der Bibliothek für Völkerkunde ermöglicht Zugang zu einem umfangreichen Bestand an ethnologischer Sachliteratur sowie historischen Reisewerken des 17. Jahrhunderts.
  • Die Sammlung umfasst materielle Kultur wie Kleidung, Waffen oder Wohnobjekte und bietet Einblicke in Wirtschaft und Technik verschiedener Kulturen weltweit.
  • Für einen barrierefreien Besuch stehen rollstuhlgerechte Zugänge und ggf. assistierende Hilfsmittel zur Verfügung, die eine ungehinderte Nutzung der Räumlichkeiten ermöglichen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Ausflug zur Bibliothek für Völkerkunde Leipzig

Die Bibliothek für Völkerkunde in Leipzig ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit einem einzigartigen Bestand zur ethnologischen Forschung und Museologie. Ihr Fokus liegt auf der materiellen Kultur verschiedener Völker, darunter Kleidung, Schmuck, Wohnformen, Wirtschaft und Technik. Neben Fachliteratur zu ethnologischen Themen umfasst der Bestand auch Nachschlagewerke, kartographische Werke sowie Publikationen zur Museumspädagogik, Restaurierung und Ausstellungsgestaltung.

Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Sammlung früher Reisewerke des 17. Jahrhunderts sowie der nahezu vollständige Vorkriegsbestand an ethnologischer und kolonialer Literatur. Die Erwerbungen orientieren sich heute an aktuellen Forschungs- und Ausstellungsthemen und stehen in engem Bezug zu den musealen Sammlungen der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens (SES). Diese umfassen Objekte aus Leipzig, Dresden und Herrnhut und sind nach Kontinenten geordnet, entsprechend dem historischen Ordnungssystem ethnologischer Museen.

Die Bibliothek bewahrt nicht nur wissenschaftliche Werke, sondern auch Materialien aus kolonialen Kontexten – stets im Bewusstsein ihrer historischen Verantwortung. Gemeinsam mit internationalen Partnerinnen und Partnern wird diskutiert, wie historische Objekte zukunftsfähig präsentiert werden können. Ein zentrales Anliegen ist dabei die aktive Einbindung der Besucherinnen und Besucher in den Dialog über die Sammlungen.

Neben der Bibliothek gehört das GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig als Nachbarinstitution dazu, das durch barrierefreie Angebote, digitale Führungen und ein Café mit regionalem Bezug aufwartet. Die Präsentation der Sammlungen wird künftig in Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Künstlern aus den Herkunftsländern der Objekte weiterentwickelt. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.

Für Besucherinnen und Besucher bietet das Museum zudem ein vielfältiges Begleitprogramm: Ein Multimedia-Guide ermöglicht individuelle Erkundungen, und das kostenfreie WLAN erleichtert die Nutzung digitaler Inhalte. Stillen ist in den Ausstellungsräumen erlaubt, während größere Wickeltaschen nicht zugelassen sind. Die Kombination aus historischer Tiefe und moderner Vermittlung macht die Bibliothek für Völkerkunde zu einem wichtigen Ort für Forschung und kulturellen Austausch in Leipzig.

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