Denkmal/Gedenkstätte

Gedenktafel Kamenzer Straße

Permoserstraße 15, 04318 Leipzig-Sellerhausen-Stünz

Highlights

  • Die Gedenktafel an der Kamenzer Straße erinnert an Zwangsarbeiter:innen im ehemaligen Kriegsgefangenenlager.
  • Sie steht im Stadtteil Stünz und ist Teil der Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig.
  • Die Tafel informiert über das Schicksal der Zwangsarbeiter:innen und die Geschichte des Lagers.

Tipps

  • Die Gedenkstätte informiert über die Zwangsarbeit im NS-Rüstungsbetrieb HASAG in Leipzig und bietet Führungen sowie Bildungsangebote.
  • Ein kostenloser Eintritt ist möglich, vorab ist aber Klingeln am Tor notwendig, da der Zugang nicht immer besetzt ist.
  • Zur Orientierung dienen gedruckte Karten für einen Rundgang zu historischen Zwangsarbeitsorten im Wissenschaftspark.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Gedenktafel Kamenzer Straße

Die Gedenktafel an der Kamenzer Straße in Leipzig-Sellerhausen-Stünz erinnert eindrucksvoll an die Opfer der nationalsozialistischen Zwangsarbeit im ehemaligen Rüstungsbetrieb HASAG. Als Teil der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig fungiert sie als zentrales Mahnmal und Ort der Aufklärung über die historischen Verbrechen, die hier während des Zweiten Weltkriegs begangen wurden. Tausende von Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge waren damals unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit in der Rüstungsproduktion gezwungen.

Die Gedenkstätte befindet sich direkt am ehemaligen Firmengelände der HASAG, die während der NS-Zeit zum größten Rüstungsbetrieb Sachsens avancierte. Heute dient sie nicht nur als Erinnerungsort, sondern auch als Bildungs- und Forschungszentrum. Neben einer informativen Dauerausstellung bietet sie vielfältige Angebote wie öffentliche Führungen, Stadtteilrundgänge und pädagogische Programme für Schulen und Jugendgruppen. Besucher:innen erhalten so tiefgehende Einblicke in die Geschichte der Zwangsarbeit und deren langanhaltende Auswirkungen auf die Region.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung noch unbeleuchteter Kapitel der NS-Zwangsarbeit. Die Gedenkstätte sammelt historische Zeugnisse, betreut ehemalige Zwangsarbeiter:innen sowie deren Angehörige und fungiert als Anlaufstelle für Forschung und Bildung. Die Darstellung setzt dabei auf fundierte Quellen, persönliche Schicksale und interaktive Lernmaterialien, um die komplexe Thematik verständlich und nachhaltig zu vermitteln.

Die Umgebung der Gedenktafel ist Teil eines größeren Wissenschafts- und Gedenkparkes, der verschiedene historisch bedeutsame Standorte miteinander verbindet. Interessierte können anhand gedruckter Karten eigene Rundgänge unternehmen oder an geführten Exkursionen teilnehmen, die weitere Orte der NS-Zwangsarbeit in und um Leipzig erschließen. Auch virtuelle Angebote wie 360°-Rundgänge ergänzen das Angebot und ermöglichen einen digitalen Zugang zur Geschichte.

Mit ihrer klaren inhaltlichen Ausrichtung und der sensiblen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist die Gedenktafel Kamenzer Straße ein lohnenswertes Ziel für Besucher:innen, die sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinandersetzen möchten. Sie steht exemplarisch für das Bestreben, das Unrecht der Zwangsarbeit nicht vergessen zu lassen und zukünftigen Generationen ein Bewusstsein für die Verantwortung im Umgang mit Geschichte zu vermitteln.

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