S'zweebrigger Luiche
Highlights
- 's Zweebrigger Luiche war ein bekanntes Stadtoriginal aus Zweibrücken, geboren am 11. Mai 1860, eigentlich Ludwig Arnold.
- Er arbeitete als Kofferträger am Bahnhof und verkaufte Brezeln, Ansichtskarten und Schnürsenkel, um sein Einkommen zu ergänzen.
- Eine Bronzeplastik vor der Alexanderkirche erinnert heute an ihn, ein beliebtes Fotomotiv für Besucher und Einheimische.
Tipps
- Die Skulptur von 's Luiche' vor der Alexanderskirche ist ein beliebtes Fotomotiv – ideal für einen kurzen Stopp bei Besuchen in der Innenstadt.
- Interessierte finden weitere Hintergründe zur Geschichte des Stadtoriginals auf der Website unter dem Punkt 's' Zweebrigger Luiche.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Fans lokaler Geschichte und skurriler Persönlichkeiten der Region.
Eigenschaften
Über S'zweebrigger Luiche
Das „S’zweebrigger Luiche“ ist eine der bekanntesten und beliebtesten kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt Zweibrücken im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Skulptur erinnert an eine historische Persönlichkeit der Stadt, deren Leben und Wirken über die Jahrzehnte zu einer kleinen Legende herangewachsen ist. Die Figur des Luiche, benannt nach dem gebürtigen Ludwig Arnold, steht heute vor der Alexanderskirche und zieht Besucher mit ihrem charmanten, lebensfrohen Ausdruck in ihren Bann. Die Skulptur wurde vom Zweibrücker Bildhauer Gerd Dehof geschaffen und in Bronze gegossen, wodurch sie nicht nur wetterbeständig, sondern auch zu einem dauerhaften Symbol der Stadt geworden ist.
Ludwig Arnold, genannt „’s Luiche“, war im 19. Jahrhundert als Dienstmann Nummer 1 in Zweibrücken tätig – eine eigenständige Berufsbezeichnung, die er sich angeblich selbst ausdachte. Bekannt wurde er vor allem durch seine Tätigkeit am Bahnhof, wo er Reisenden als Kofferträger zur Seite stand. Mit seiner markanten Stimme rief er seinen Namen in die Menge, sobald Hotelangestellte ihre Gäste suchten: „Diiienschtmann Arnold!“ Neben dieser Dienstleistung verkaufte er Brezeln, Ansichtskarten und Schnürsenkel und verdiente sich so sein Zubrot. Seine geschäftstüchtige Ader erbte er von seiner Mutter, die als „Brezelkatche“ samstags und sonntags durch die Stadt zog, um ihre knusprigen Laugenbrezeln in Gasthäusern zu verkaufen. Gemeinsam lebten sie in einer kleinen Wohnung in der Hauptstraße, bis zu ihrem Tod.
Die Beliebtheit des Luiche reichte weit über die Stadtgrenzen hinaus. So kam es vor, dass ihm Post zugestellt wurde, auf der lediglich „an Luiche in Zweibrücken“ stand – und dennoch fand sie ihren Weg zu ihm. Seine schlagfertigen Antworten und skurrilen Anekdoten wurden unter Studenten weitergetragen und trugen dazu bei, dass sein Name auch in anderen Städten bekannt wurde. Seine geistreichen Sprüche, wie etwa die Antwort an einen Geistlichen, der ihn wegen angeblich unsittlicher Ansichtskarten tadelte – „Na, es ware lauter bessere Leut’, so Leut wie Sie, Herr Parrer“ – zeigen seinen pfiffigen Umgang mit Worten und seine gewinnende Art.
Die Bronze-Skulptur vor der Alexanderskirche ist nicht nur ein Denkmal für einen charakterstarken Einzelgänger, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv für Jung und Alt. Viele Zweibrücker Kinder sitzen auf den Schultern des Luiche, um das perfekte Erinnerungsfoto zu erhalten. Die Figur verkörpert den Geist der Stadt – bodenständig, humorvoll und lebensbejahend. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,40 von 5 Sternen bei Google wird die Skulptur regelmäßig als lohnenswerter kultureller Ausflugspunkt beschrieben, der einen Besuch in der historischen Stadt Zweibrücken bereichert.