Denkmal/Gedenkstätte

Tourismus-Info

37345 Zwinge

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Tourismus-Info

Die Tourismus-Info am Sonnenstein in Zwinge, Landkreis Eichsfeld, Thüringen, befindet sich auf einer markanten waldfreien Kuppe in 486 Metern Höhe am Rand des Ohmgebirges. Dieser Aussichtspunkt bietet bei klarem Wetter einen beeindruckenden Rundblick: Im Norden erstrecken sich die Ausläufer des Harzes, im Osten ist das Kyffhäusergebirge sichtbar, im Süden das Ohmgebirge selbst und im Westen die Goldene Mark. Der Sonnenstein ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch geschichtsträchtig. Archäologische Funde deuten auf eine frühgeschichtliche Wallanlage hin, die als Urbenschanze bekannt ist. Auch die Sage von der Sonnenverehrung der Germanen wird mit diesem Ort in Verbindung gebracht.

Ein besonderes Highlight ist die moderne Aussichtsplattform mit Skywalk, die 2017 eröffnet wurde. Die Plattform ragt als Glassteg über die Felskante hinaus und ermöglicht einen atemberaubenden Blick auf die darunter liegende Landschaft. Die Konstruktion ist technisch beeindruckend: Der begehbare Glasboden aus 5,2 cm dickem Verbundsicherheitsglas gewährt einen direkten Blick auf das Gelände in bis zu 90 Metern Tiefe. Die gesamte Plattform ist 14 Meter lang, wobei 9 Meter über die Klippe hinausragen. Seitlich wird sie von 1,8 cm dickem Sicherheitsglas begrenzt, stirnseitig von 2,2 cm starkem Verbundsicherheitsglas. Die gesamte Konstruktion wiegt über 11 Tonnen.

Der Weg zur Plattform führt von einem nahegelegenen Parkplatz aus über zwei markierte Wanderwege, wobei einer kürzer, aber steiler ist. Der Aufstieg dauert etwa 15 Minuten und ist bei entsprechender Wetterlage auch im Winter möglich, wie Besuchermeinungen belegen. Die Wege sind nicht barrierefrei, der Zugang zur Plattform selbst ist jedoch kostenfrei und zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Am Parkplatz informiert eine Stelenanlage über die beiden Aufstiegsrouten und die Besonderheiten des Ortes. Die Plattform lädt mit Bänken zum Verweilen und zur Aussicht ein und ist sowohl bei Sonnenanbetern als auch bei Naturbeobachtern beliebt – botanisch und ornithologisch bietet der Sonnenstein ein abwechslungsreiches Biotop.

Ein weiteres Wahrzeichen auf dem Sonnenstein ist das Friedenskreuz, das ursprünglich 1956 zu Ehren des Heimatdichters Dr. Hermann Iseke errichtet wurde und später durch ein beleuchtetes Metallkreuz ersetzt wurde. In unmittelbarer Nähe erhebt sich der Braune Bühl, ein auffallend kegelförmiger Hügel, der ebenfalls in die Sagenwelt der Region eingebettet ist. Laut Volksüberlieferung soll dieser Berg durch den Sand aus den Stiefeln eines riesigen Wanderers entstanden sein. Diese Verbindung von Natur, Geschichte und Mythos macht den Sonnenstein zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im Eichsfeld.

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