Burg Asbach
Highlights
- Die Burg Aglasterhausen wurde Ende des 12. Jahrhunderts von den Herren von Aglasterhausen erbaut.
- 1525 wurde die Burg vermutlich im Bauernkrieg durch Brand zerstört.
- Heute sind nur noch Reste der Grundmauern erhalten.
Tipps
- Besucher können den Außenbereich und den Innenhof der Burganlage erkunden, wobei einige Bereiche wegen Restaurierung abgesperrt sein können.
- Auf dem Gelände leben Kaninchen, Hühner und ein Pfau – eine kleine Besonderheit abseits der historischen Atmosphäre.
- Die Burgruine liegt auf einem Hügel mit Blick über den Schwarzbach und bietet eine ruhige Umgebung für Spaziergänge.
Eigenschaften
Über Burg Asbach
Die Burg Asbach, auch bekannt als Burg Weiler oder Weilerburg, ist eine ehemalige Höhenburg bei der Gemeinde Aglasterhausen im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg. Auf einem Hügel namens Schlossbuckel gelegen, thront die historische Anlage etwa 15 Meter über dem Schwarzbach. Die Burg wurde Ende des 12. Jahrhunderts vermutlich von den Herren von Aglasterhausen errichtet. Erste urkundliche Erwähnungen der Familie datieren aus dem frühen 13. Jahrhundert. Die Anlage selbst erscheint erstmals in einer Urkunde aus dem 15. Jahrhundert, damals im Besitz des Asbacher Astes der Herren von Helmstatt. Später gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Hirschhorn, die sie den Pfalzgrafen bei Rhein zu Lehen auftrugen. Im Jahr 1525 wurde die Burg vermutlich während des Bauernkriegs durch Brand zerstört und ging im Laufe der Zeit zunehmend in Vergessenheit.
Bei der ursprünglichen Burganlage handelte es sich um eine einfache Turmburg mit einem Bergfried, dessen Grundfläche etwa 11,5 mal 12 Meter maß. Die Mauerstärke des Wohnturms betrug zwei Meter. Ein Zwinger von etwa 20 mal 22 Meter sowie eine Außenmauer von rund 1,1 Meter Dicke vervollständigten die Befestigungsanlage. Ein Halsgraben sicherte die Burg zusätzlich gegen den Berg ab. Im Jahr 1959 wurden Reste der Grundmauern freigelegt, die anschließend jedoch wieder zerstört wurden. Heute zeugen nur noch geringe archäologische Spuren von der einstigen Funktion der Burg als militärische und adelige Wohnanlage.
Die Burg Asbach zählt heute zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region und zieht Besucher mit ihrer malerischen Lage und dem authentischen Ambiente an. Gäste berichten von einer bezaubernden Atmosphäre, die an eine mittelalterliche Burg erinnert, obwohl es sich heute um eine Schlossruine handelt. Einige Bereiche des Geländes sind für Besucher zugänglich, darunter der Innenhof und Teile des Außenbereichs. Tiergehege mit Kaninchen, freilaufende Hühner sowie ein Pfau tragen zur ländlichen Idylle bei. Teilweise laufen Renovierungsarbeiten, die den Erhalt der Anlage sicherstellen sollen. Einige Besucher loben das ehrenamtliche Engagement vor Ort, das sich für den Wiederaufbau und die Pflege des Geländes einsetzt, auch wenn dieser noch nicht abgeschlossen ist.
Die Burg Asbach hat aufgrund ihrer historischen Bedeutung und der gut erhaltenen Ruine eine hohe kulturelle Relevanz im Neckar-Odenwald-Kreis. Sie wird in verschiedenen Publikationen zur Burgenforschung erwähnt und ist Gegenstand regionalgeschichtlicher Studien. Literarisch gewürdigt wurde sie unter anderem von Rüdiger Lenz sowie in der Publikation „Burgen und Schlösser im Odenwald“ von Peter W. Sattler und Marion Sattler. Die Anlage steht exemplarisch für den Burgenbau des späteren Mittelalters und spiegelt die damalige Herrschaftsstruktur der Region wider.