Kuttenbach
Highlights
- Der Kuttenbach entspringt nördlich von Bernsbach in einer Waldlichtung.
- Er fließt etwa 6,5 km lang und mündet in das Schwarzwasser bei Aue-Bad Schlema.
- Sein Lauf verläuft größtenteils im Wald und wird im Bärengrund auch Rumpelsbach genannt.
Tipps
- Wandern entlang des Kuttenbachs durch das Naturschutzgebiet mit seiner idyllischen Wiesenaue und Waldlichtungen.
- Hunde willkommen – der Bach bietet viel Raum zum Toben und Entdecken in der Natur.
- Ideal zum Verweilen: Naturlandschaft mit abwechslungsreichen Abschnitten für Spaziergänge und Picknicks.
Eigenschaften
Über Kuttenbach
Der Kuttenbach ist ein rund 6,5 Kilometer langer Bach im sächsischen Erzgebirgskreis und verläuft am Ortsrand von Bernsbach. Als rechter Zufluss des Schwarzwassers entspringt er nördlich von Bernsbach in einer größeren Waldlichtung, wo er aus mehreren kleinen Gräben entsteht. Sein Verlauf führt zunächst in nordwestlicher Richtung durch ein malerisches Tal, begleitet von einer schmalen Wiesenaue, die vom umgebenden Wald durchzogen wird. In diesem Abschnitt erstreckt sich das etwa 65 Hektar große Naturschutzgebiet Kuttenbach, das besonders durch seine idyllischen Lichtungen und naturnahe Landschaften auffällt.
Das Flussbett des Kuttenbachs durchquert ein überwiegend bewaldetes Einzugsgebiet, dessen Höhenlagen stellenweise über 710 Meter ü. NHN erreichen. Auf der rechten Seite des Mittellaufs thront der 574 Meter hohe Hirnschädel, während linksseits der 579 Meter hohe Hirschberg das Landschaftsbild prägt. Im weiteren Verlauf wird der Bach im Kuttenteich aufgestaut, bevor er den Fallbach (historisch auch Rumpelsbach genannt) aufnimmt. Dieser entspringt nordöstlich von Oberpfannenstiel und fließt aus stabiler Richtung kommend in den Kuttenbach. Der Unterlauf verläuft anschließend im sogenannten Bärengrund, bevor der Bach schließlich in der Nähe von Aue-Bad Schlema in das Schwarzwasser mündet.
Das Naturschutzgebiet entlang des Kuttenbachs ist besonders wegen seiner unberührten Natur beliebt. Besucher berichten von wunderschönen Wiesen, die mitten im Wald wie kleine Paradiese wirken und sowohl Wanderer als auch Tierliebhaber begeistern. Der Ort lädt zum Verweilen und Spazierengehen ein und bietet eine seltene Ruhezone inmitten der Natur. Früher spielte der Bach auch im Bergbau eine Rolle: Im 18. Jahrhundert wurde der Kuttenteich als Wasserreservoir für Bergbauzwecke errichtet. Heute führt durch das Tal ein Bergbaulehrpfad, der Einblicke in die historische Nutzung der Region gibt.
Das Tal des Kuttenbachs war einst auch von Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs geprägt: Zwischen 1898 und 1977 überspannte das Viadukt Kuttenbachtal, auch Raumwiesenbrücke genannt, den nordwestlichen Teil der Wiesenaue. Nach der Stilllegung der Bahnstrecke Zwönitz–Scheibenberg wurde es nicht mehr benötigt, doch die Widerlager des Bauwerks sind bis heute erhalten. Heute dient das Gebiet vor allem der Erholung und dem Naturschutz. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei zahlreichen positiven Bewertungen zählt der Kuttenbach zu den besonders beliebten Naturzielen in der Region.