Riesige Rosi - öffentliche Boulderpassage
Highlights
- Öffentliche Boulderpassage ‚Riesige Rosi‘: 45 Meter lange Wand in Münchner Unterführung mit Neigungen bis 45° Überhang, wettergeschützt und barrierefrei zugänglich.
- Kostenfreies Angebot der Stadt München und DAV Sektion Oberland – seit 2020 durch Freiwillige des Kraxlkollektivs realisiert, inkl. Workshops für Kinder und Jugendliche.
Tipps
- Die Boulderpassage befindet sich in einer wettergeschützten Unterführung an der Rosenheimerstraße und bietet damit ganzjährig konstante Bedingungen für das Training.
- Ein barrierefreier Zugang ermöglicht den Besuch auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität durch den rollstuhlgerechten Eingang und die ebenerdige Gestaltung.
- Kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche werden regelmäßig angeboten und vermitteln Grundlagen des Boulderns sowie kreatives Gestalten durch Graffiti.
Eigenschaften
Bouldern München: Riesige Rosi – öffentliche Kletterhalle
In der lebendigen Metropole München hat sich mit der *„Riesigen Rosi“* ein einzigartiges Freizeitprojekt etabliert, das Bouldern für alle zugänglich macht – kostenfrei und ohne kommerzielle Hürden. Initiiert vom Kraxlkollektiv in Zusammenarbeit mit der Stadt München und dem Deutschen Alpenverein (DAV) Sektion Oberland, entstand in einer Unterführung der Rosenheimer Straße eine innovative Boulderpassage, die sich durch ihre barrierefreie Gestaltung und niederschwellige Nutzung auszeichnet. Besonders bemerkenswert ist der 45 Meter lange Boulderbereich, der von flachen Wänden bis zu steilen Überhängen mit Neigungen von bis zu 45 Grad variiert – ein Angebot, das sowohl Anfänger*innen als auch erfahrene Kletterer*innen anspricht.
Das Projekt setzt auf Gemeinschaft und Selbstorganisation: Die Finanzierung der Baumaterialien erfolgt durch die Stadt und den DAV, während das Kraxlkollektiv sowie freiwillige Helfer*innen den Aufbau und die Pflege der Anlage umsetzen. Damit wird ein Modell realisiert, das klassische Kletterhallen ergänzt, indem es öffentlichen Raum nutzt und gleichzeitig wetterunabhängiges Training ermöglicht. Die Lage in einer Unterführung schützt vor Witterungseinflüssen und schafft so ganzjährig ideale Bedingungen für das Bouldern – ein Novum in München, das besonders in der kalten Jahreszeit geschätzt wird.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von Bewegung und Kreativität: Neben dem Bouldern werden kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten, die auch Themen wie Graffiti aufgreifen. Diese Angebote fördern nicht nur körperliche Aktivität, sondern auch künstlerisches Ausdrucksverhalten und stärken den Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Die Passage dient damit nicht nur als Sportanlage, sondern auch als sozialer Treffpunkt und Bildungsort – ein Beispiel für gelungene Urban Sports Infrastructure in der Landeshauptstadt.
Mit ihrer offenen, inklusiven Ausrichtung und der Kombination aus Naturerlebnis und urbanem Raum setzt die *„Riesige Rosi“* Maßstäbe für nachhaltige Freizeitgestaltung. Sie zeigt, wie öffentliche Räume durch kreative Nutzung und ehrenamtliches Engagement zu Orten der Bewegung und des Austauschs werden können – ganz ohne Eintrittsgeld oder Mitgliedschaften. Für alle Münchner*innen, die Abwechslung suchen oder Bouldern ausprobieren möchten, ist die Passage damit ein kostbares Angebot, das die Vielfalt der Stadt bereichert.