Denkmal/Gedenkstätte

Burg Megelolf

88260 Argenbühl

Highlights

  • Burg Megelolf in Argenbühl ist eine mittelalterliche Burgruine mit über 800 Jahren Geschichte.
  • Die heutige Ruine wurde im 12. Jahrhundert erbaut und später mehrfach umgebaut und erweitert.
  • Nach ihrer Zerstörung durch die Schweden 1632 blieb sie bis heute erhalten und ist seit 1985 saniert.

Tipps

  • Burgruine Megelolf bietet ausgedehnte Spaziergänge mit sehenswerten Ruinen und gutem Ausblick, besonders bei Sonnenuntergang.
  • Picknickmöglichkeiten direkt vor Ort machen einen Besuch besonders gemütlich und erlebnisreich.
  • Die nahegelegene Burganlage lädt zu spontanen Entdeckungstouren und Fotospaziergängen ein.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burg Megelolf

Die Burgruine Megelolf in Argenbühl zählt zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region und ist Zeugnis einer mehr als 800-jährigen Geschichte. Ursprünglich im Auftrag des Klosters St. Gallen errichtet, diente die Anlage über die Jahrhunderte hinweg verschiedenen Adelsgeschlechtern als Wohnsitz und Verwaltungszentrum. Im Laufe der Zeit wurde die Burg mehrfach umgebaut und erweitert, bis sie schließlich im Zuge des Dreißigjährigen Krieges schwer beschädigt und letztendlich nicht mehr bewohnt wurde. Heute präsentiert sich das Gelände mit seinen ausgedehnten Mauerresten und dem markanten Grundriss als beeindruckende Ruine, die einen Einblick in das mittelalterliche Leben und die damalige Baukunst gewährt.

Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von rund 220 Metern Länge und 75 Metern Breite und gliedert sich in mehrere Baukörper, die einst durch Brücken miteinander verbunden waren. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Ruine als eine der herrlichsten und ausgedehntesten des Königreichs Württemberg beschrieben. Im Zuge der Säkularisation ging die Burg zunächst an das Haus Habsburg, später gelangte sie durch Erbfolge und Heirat an verschiedene Adelsgeschlechter, darunter die Grafen von Beroldingen und die Familie von Waldburg-Zeil. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände eine Gruftkapelle errichtet, die jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts wieder abgebrochen wurde. Die Gebeine der dort begrabenen Familienmitglieder befinden sich heute in der neuromanischen Friedhofskapelle in Ratzenried.

Seit der Gründung des Heimatvereins Ratzenried im Jahr 1983 ist der weitere Verfall der Burganlage gestoppt worden. Durch einen Dienstbarkeitsvertrag zwischen den beteiligten Institutionen wurde der Verein zum langfristigen Nutzer und Verwalter der Ruine. Umfangreiche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten seit Mitte der 1980er Jahre haben den Zustand der Mauern stabilisiert und die Reste der ehemaligen Barbakane sowie weitere Teile der Burg erhalten. Die Ruine ist heute ein beliebter Ort für Spaziergänge und Ausflüge, der mit seiner malerischen Lage und den erhaltenen Strukturen sowohl historisch interessierte Besucher als auch Naturliebhaber anspricht. Besucher berichten von einer gelungenen Kombination aus kulturellem Erbe und ruhiger Atmosphäre, die sich besonders bei Sonnenuntergang oder bei klaren Wintertagen mit Blick auf den zugefrorenen See bietet.

Die Burg Megelolf steht nicht nur für architektonische und historische Bedeutung, sondern auch für die regionale Identität des Ortes Argenbühl. Die Bemühungen um den Erhalt der Anlage verdeutlichen das Interesse der Gemeinschaft an ihrem kulturellen Erbe. Mit einer Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigt sich, dass die Burgruine auch heute noch ein geschätztes Ausflugsziel im Landkreis Ravensburg ist. Die Kombination aus landschaftlich reizvoller Lage, Spazierwegen in unmittelbarer Nähe sowie der Möglichkeit zum Verweilen auf Bänken und Tischen machen den Ort zu einem lohnenswerten kulturellen Denkmal in Baden-Württemberg.

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