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Waldreservat „Moosfelde“ mit Talsystemen der Kleinen und Großen Aupke

Wennigloher Straße 7, 59821 Arnsberg

Highlights

  • Das Waldreservat Moosfelde liegt nordöstlich von Neheim im Stadtgebiet von Arnsberg und umfasst 453 Hektar.
  • Es besteht überwiegend aus Buchen- und Stieleichenbeständen und beherbergt naturnahe Altholzflächen sowie Fließgewässerabschnitte.
  • Das Gebiet ist als NSG und FFH-Gebiet ausgewiesen und zählt zu den wichtigsten Waldschutzgebieten im Sauerland.

Tipps

  • Wanderwege führen durch laubholzreiche Buchen- und Eichenbestände entlang der Täler der Kleinen und Großen Aupke.
  • Einzelne Fichten sind truppweise in den Buchenwäldern eingemischt, besonders in den Ober- und Mittelhangbereichen.
  • Die breite Hochspannungsleitungstrasse im Norden teilt das Gebiet und ist mit Laubholz-Sukzessionsbeständen bewachsen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Waldreservat „Moosfelde“ mit Talsystemen der Kleinen und Großen Aupke

Das Waldreservat „Moosfelde“ mit Talsystemen der Kleinen und Großen Aupke liegt im Stadtgebiet von Arnsberg und zählt zu den bedeutenden Naturschutzgebieten im Hochsauerlandkreis. Es erstreckt sich nordöstlich von Neheim und umfasst eine Fläche von rund 453 Hektar. Das Gelände wird geprägt von einem Höhenrücken, der von mehreren Siepen sowie den Tälern der beiden Aupke-Gewässer durchzogen ist. Es handelt sich um ein weitgehend unzerschnittenes Waldgebiet, das überwiegend aus Buchen- und Stieleichenbeständen besteht.

Die Vegetation des Gebiets zeigt typische Merkmale der Hainsimsen-Buchenwälder sowie Übergänge zum seltener gewordenen Hainbuchen-Stieleichen-Wald. In den Talbereichen sowie an feuchteren Standorten entwickeln sich Auenvegetationen mit charakteristischen Baum- und Krautschichten. Altholzbestände, teils mit hohem Totholzanteil, tragen zur strukturellen Vielfalt bei und bieten Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Teilweise verlaufen auf dem Gelände naturnahe Quellbereiche und Fließgewässerabschnitte, die als § 62-Biotope nach dem Landschaftsplan ausgewiesen sind.

Das Waldreservat wird durch eine Hochspannungsleitung in zwei annähernd gleich große Teilbereiche geteilt. Auf der Trassenfläche dominieren Laubholz-Sukzessionsflächen mit Birke, Roterle, Eberesche und Hasel. Die Waldbestände variieren in ihrem Entwicklungsstadium – von jungen Buchenbeständen bis hin zu über 100 Jahre alten Eichen-Hainbuchen-Wäldern. Die Böden im Gebiet sind überwiegend basenarm und in den Tal- und Hanglagen stellenweise wechselfeucht. In manchen Abschnitten führen die Siepen nur zeitweise Wasser, während andere durch Verrohrungen oder Feuerlöschteiche unterbrochen sind.

Das Naturschutzgebiet ist auch als FFH-Gebiet (DE-4513-302) anerkannt und dient dem Schutz und der Entwicklung seltener sowie landschaftstypischer Lebensraumgemeinschaften. Es trägt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in einer Region mit überwiegend nadelholzgeprägter Waldnutzung bei. Im Landschaftsplan ist festgelegt, dass die Waldbewirtschaftung naturnah erfolgen soll, um die Entwicklung der Bestände langfristig zu sichern. Wildnisentwicklungsflächen innerhalb des Reservats unterstreichen den Schutzanspruch des Gebiets.

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