Beilngries, St. Walburga
Highlights
- St. Walburga in Beilngries hat einen romanischen Nordturm (12.–13. Jh.) als ältesten Teil der Stadt und vier historische Glocken.
- Die neobarocke Kirche von 1912 mit zwei symmetrischen Doppeltürmen (52 m hoch) prägt das Altstadtbild als Wahrzeichen.
- Die Madonnenfigur am Brunnen stammt aus dem 18. Jh., während die Kirche 1888/1906 durch einen Kirchenbauverein erweitert wurde.
Tipps
- Die Pfarrkirche St. Walburga zeigt im Nordturm vier historische Glocken aus der romanischen Epoche, während der Südturm moderne Glocken beherbergt.
- Der älteste Teil der Kirche stammt aus der romanischen Zeit und reicht bis zum Glockengeschoss des Nordturms; dieser Abschnitt ist das älteste erhaltene Bauwerk Beilngries’.
- Die neobarocke Fassade mit den markanten Doppeltürmen und den farbigen Biberschwanzziegeln prägt das Stadtbild und gilt als architektonisches Wahrzeichen der Altstadt.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Beilngries-St. Walburga
Die Pfarrkirche St. Walburga in Beilngries ist ein prägendes Sakralbauwerk und zugleich das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Der romanische Nordturm, der bis ins Glockengeschoss zurückreicht, stammt aus der Frühzeit der Kirche und gilt als Zeugnis der ersten Bauphase. Ursprünglich reichte die Anlage jedoch nicht für die wachsende Gemeinde aus, sodass im 18. Jahrhundert große Teile der Kirche – bis auf Außenmauern und Turm – abgerissen und durch einen barocken Neubau ersetzt wurden. Dieser Stil prägt bis heute den Südturm, der dem Nordturm in Größe und Dekoration entspricht, etwa an den reich verzierten Fenster- und Türrahmen.
Der barocke Charakter der Kirche zeigt sich auch an der Fassade mit ihren zwei symmetrischen Doppeltürmen, die mit grün, gelb und braun glasierten Biberschwanzziegeln gedeckt sind. Diese markanten Spitzdächer sind längst zum Wahrzeichen Beilngries’ geworden. Im Westen schließt sich ein halbrunder, hoher Chorbau an, der über zwei barock gestaltete Treppenaufgänge erschlossen wird. Die Innenausstattung und die vier historischen Glocken im Nordturm – die neuen Glocken hängen im Südturm – sind weitere Zeugnisse der wechselvollen Baugeschichte. Besonders die 1912 vollendete Neuausführung unter dem Schutz der heiligen Walburga („WALBURGAE AEDIFICATA ANNO MDCCCCXII“) verbindet romanische Substanz mit barocker Pracht.
Die Kirche liegt zentral in der Altstadt und ist eng mit der regionalen Geschichte verbunden. Im 19. Jahrhundert wurde sie erneut zu klein, woraufhin 1888 ein Kirchenbauverein gegründet wurde, um den Umbau zu finanzieren. Die Gemeinde setzte sich schließlich gegen einen neuromanischen Entwurf durch und beauftragte 1906 den Münchner Architekten Wilhelm Spannagel mit einem neobarocken Neubau. Nach mehrfacher Planung wurde das heutige Erscheinungsbild realisiert, das 1999/2000 einer umfassenden Renovierung unterzog, um den ursprünglichen Zustand möglichst originalgetreu wiederherzustellen. Die St. Walburga ist damit nicht nur ein kulturelles Juwel, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens und der Tradition.
Besucher schätzen die Kirche für ihre harmonische Verbindung von Geschichte und Architektur. Das Google-Rating von 4,2 Sterne unterstreicht die Wertschätzung für das Pfarrhaus als kulturellen Mittelpunkt. Die barocke Pracht, die romanischen Spuren und die markanten Türme machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte und Architekturbegeisterte. Die Kirche lädt ein, die Vielfalt ihrer Epochen zu erkunden – von den Anfängen bis zur modernen Restaurierung.