Denkmal/Gedenkstätte

Zwangsarbeiterlager GBI Nr. 40

Britzer Str. 5, 12439 Berlin, Deutschland

Highlights

  • Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin informiert über die Geschichte und Dimension der Zwangsarbeit unter dem NS-Regime.
  • Jährlich werden dort Ausstellungen, Führungen und Bildungsangebote zu den Themen Zwangsarbeit und NS-Verfolgung angeboten.

Tipps

  • Eintritt ist frei, aber für Führungen ist eine Anmeldung empfehlenswert.
  • Mitbringen eigener Kopfhörer für die Multimedia-Guides wird aus hygienischen Gründen empfohlen.
  • Das Gelände ist barrierefrei, Führungen und Guides sind in mehreren Sprachen verfügbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig Barrierefrei

Über Zwangsarbeiterlager GBI Nr. 40

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin erinnert an die Geschichte der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus. Auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers GBI Nr. 40, dem einzigen nahezu vollständig erhaltenen Lager dieser Art in Deutschland, werden heute Ausstellungen, Bildungsangebote und Forschungsarbeiten angeboten. Rund 26 Millionen Menschen wurden vom NS-Regime verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Das Zentrum macht das Schicksal dieser Menschen sichtbar und dokumentiert die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten mussten.

Die ehemaligen Unterkunftsbaracken dienen heute als zentrale Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Neben der Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ gibt es weitere thematische Ausstellungen, darunter zur Geschichte der italienischen Militärinternierten sowie zur Rolle der Zwangsarbeit in Schönefeld. Multimedia-Guides in zahlreichen Sprachen ermöglichen einen eigenständigen Rundgang mit vertieften Hintergrundinformationen. Auch öffentliche Führungen und Workshops zu verschiedenen Aspekten der NS-Zwangsarbeit ergänzen das Angebot vor Ort.

Das Gelände des Lagers wurde nach 1945 zunächst von der Roten Armee genutzt, später in der DDR als gewerbliche und kommunale Fläche. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 dient es als Ort der Erinnerung und Bildung. Neben der Ausstellungstätigkeit beherbergt das Zentrum eine Bibliothek mit umfangreichen Forschungsmaterialien sowie ein Archiv mit Zeitzeugenberichten. Auch internationale Jugendbegegnungen und Bildungsprojekte mit Partnerorganisationen werden regelmäßig durchgeführt, um das Thema lebendig und global verständlich zu vermitteln.

Das Dokumentationszentrum ist an mehreren aktuellen Projekten beteiligt, darunter die Sonderausstellung zu Hélène Fauriat sowie das Bildungsportal NS-Zwangsarbeit, das verschiedene Gedenkstätten und Museen vernetzt. Besucherinnen und Besucher finden hier vielfältige Zugänge zur Geschichte der Zwangsarbeit – durch interaktive Angebote, Forschungsmöglichkeiten und pädagogische Formate. Der Eintritt ist frei, Führungen und Workshops werden kostenlos angeboten.

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