Galerie

COPYRIGHTberlin

Schwedenstraße 16, 13359 Berlin

Highlights

  • COPYRIGHTberlin ist seit 1999 eine interdisziplinäre Plattform für künstlerische Strategien, gegründet von Patrick Huber und Ute Lindner.
  • Das Projekt kuratiert Ausstellungen wie ‚MYOPIA_2‘ mit Werken aus Berlin, Posen und Paris, oft in Kooperation mit lokalen Galerien wie uqbar.
  • COPYLEFT-Ausstellungen zeigen zeitgenössische Berliner Künstler*innen und bauen sukzessive ein Archiv künstlerischer Positionen auf.

Tipps

  • Ein Konzeptbuch zur Ausstellung steht seit 2007 als Download zur Verfügung und dokumentiert die theoretischen Grundlagen der gezeigten Projekte.
  • Die gezeigten Werke thematisieren unter anderem den Austausch zwischen Menschen und die Verbindung von Technologie durch fotografische Techniken im erweiterten Sinne.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstgalerien in Berlin: Kulturausflug mit Tiefgang

COPYRIGHTberlin ist eine vielseitige Kunstgalerie in Berlin, die sich als interdisziplinäre Plattform für experimentelle künstlerische Positionen etabliert hat. Gegründet 1999 von Patrick Huber und Ute Lindner, verbindet das Projekt zeitgenössische Kunst mit innovativen Formaten – von Ausstellungen über Performances bis hin zu Symposien. Im Fokus stehen dabei aktuelle Diskurse, die zwischen lokalen und internationalen Perspektiven oszillieren, etwa durch Kooperationen mit Galerien wie der UAP Kunstuniversität Posen oder dem Torrance Art Museum in Los Angeles.

Ein zentrales Merkmal von COPYRIGHTberlin ist die Auseinandersetzung mit Themen wie Scheitern, Identität und technologischem Wandel. Die Ausstellung „MYOPIA_2“ etwa vereint Werke von Künstler*innen aus Berlin, Paris und Posen, die durch Medien wie Fotografie, Video und Installation Grenzen zwischen Disziplinen aufbrechen. Hier wird die Berührung – ob zwischen Menschen oder durch digitale Vernetzung – zum Ausgangspunkt künstlerischer Reflexion. Parallel dazu kuratiert das Team Projekte wie COPYLEFT, das ein Archiv zeitgenössischer Berliner Kunst aufbaut und dabei auch auf historische Bezüge wie die Tabakfabrik Vierraden verweist.

COPYRIGHTberlin setzt auf eine offene Dialogkultur, die auch gesellschaftliche Fragestellungen einbezieht. Die Ausstellung „Territory“, gemeinsam mit uqbar realisiert, untersucht etwa die Ambivalenzen von Grenzen und Ausgrenzung durch performative Installationen, die auf Daniel Defoes Robinson Crusoe anspielen. Workshops und Begleitprogramme – etwa mit Methoden des brasilianischen Theaterregisseurs Augusto Boal – erweitern den Ausstellungsraum um partizipative Formate. Diese Verknüpfung von Kunst, Theorie und Praxis macht COPYRIGHTberlin zu einem Ort, an dem sich künstlerische Innovation und gesellschaftlicher Diskurs treffen.

Besonders hervorgehoben wird die internationale Ausstrahlung des Projekts: Künstlerinnen wie May Roded oder Taemen Jung präsentieren hier Werke, die zwischen abstrakten Formen und persönlichen Narrativen oszillieren. Während Rodeds geometrische Holzobjekte eine subtile Bildsprache entwickeln, entwirft Jung in „A survey 1996–2017“ eine Retrospektive des italienischen Künstlers Domenico Zindato, der einst in Berlin lebte. Solche Retrospektiven und Neuinterpretationen unterstreichen die Rolle von COPYRIGHTberlin als Labor für künstlerische Experimentierfelder – stets mit dem Anspruch, neue Perspektiven auf etablierte und emergente Kunst zu eröffnen.

Mit einem Fokus auf Kollaboration und Wissensaustausch bleibt COPYRIGHTberlin ein dynamischer Akteur im Berliner Kunstszene. Ob durch Symposien, Pop-up-Ausstellungen oder die Vermittlung von Werken aus Los Angeles: Die Galerie verbindet lokale Künstler*innen mit globalen Netzwerken und schafft so einen Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern aktiv mitgestaltet wird. Damit bleibt sie ein unverzichtbarer Ort für alle, die sich für zeitgenössische Kunst und ihre gesellschaftlichen Implikationen interessieren.

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