Stadtpark

Den Opfern des Nationalsozialismus

Steinplatz, 10623 Berlin

Highlights

  • Berlin gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit Mahnmalen, Gedenkstätten und Museen.
  • Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas befindet sich im Tiergarten in Berlin.
  • Die Initiative 'Stolpersteine' erinnert in Berlin und ganz Deutschland an NS-Opfer.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich im Tiergarten nahe Reichstag und Brandenburger Tor und ist täglich 24 Stunden zugänglich.
  • Informationsmaterial inklusive Filme in Deutsch und Englisch ist vor Ort erhältlich.
  • Aufgrund von Veranstaltungen kann der Zugang zeitweise eingeschränkt sein, aktuelle Hinweise beachten.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Den Opfern des Nationalsozialismus

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin ist eine zentrale Erinnerungsstätte, die an die systematische Verfolgung und Ermordung dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft erinnert. Es befindet sich im Berliner Tiergarten, nahe bedeutender politischer Symbole wie Reichstag und Brandenburger Tor. Die Idee zu diesem nationalen Mahnmal entstand bereits in den frühen 1990er Jahren, als die Bundesregierung den Beschluss fasste, ein solches Bauwerk zu errichten. Nach mehreren Jahren der Planung wurde es schließlich feierlich im Jahr 2012 der Öffentlichkeit übergeben.

Gestaltet vom israelischen Künstler Dani Karavan, präsentiert sich das Denkmal als zurückhaltender, aber eindrucksvoller Ort der Besinnung. Im Zentrum steht ein Brunnen mit einer schwarzen Granitplatte, die täglich aus dem Wasser emporsteigt und mit einer frischen Blume versehen wird. Diese einfache, aber symbolträchtige Geste unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Erinnerung. Das Wasser des Brunnens spiegelt den Himmel und lädt dazu ein, innezuhalten und nachzudenken. Umgeben von Bäumen und Büschen bietet der Platz eine stille Oase mitten im pulsierenden Leben der Hauptstadt.

Ein besonderes Element des Denkmals ist das Gedicht „Auschwitz“ des italienischen Roma-Künstlers Santino Spinelli, das in deutscher und englischer Sprache sowie in zwei Dialekten des Romanès auf Metalltafeln am Rand der Wasserfläche angebracht ist. Hinzu kommt ein ständig veränderter Geigenton, der im Denkmalraum zu hören ist – ein klanglicher Verweis auf die verlorene Vielfalt der ermordeten Kultur. Ergänzt wird der Gedenkort seit 2022 durch eine Freiluftausstellung, die Biografien von neun Roma und Sinti aus verschiedenen Ländern zeigt und so die europäische Dimension des Völkermords sichtbar macht.

Das Denkmal ist täglich rund um die Uhr zugänglich und lädt sowohl Einzelne als auch Gruppen zu einem Moment der Reflexion ein. Es versteht sich als Ort des Gedenkens, der Aufklärung und der Mahnung, die Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vergessen. In unmittelbarer Nähe zu weiteren bedeutenden Gedenkstätten Berlins lässt es sich ideal in einen kulturellen und historischen Rundgang integrieren. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Trägerin des Denkmals, stellt umfangreiche Informationen und Bildungsangebote bereit, die den Besuch bereichern und vertiefen.

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