Elli Fleiss Stolperstein
Highlights
- Elli Fleiss’ Stolperstein in Berlin erinnert an die 1901 verwitwete Mutter, die 1916 als Privatière in die Machnower Straße 79 zog.
- Das Projekt ‚Stolpersteine‘ von Gunter Demnig würdigt NS-Opfer wie Elli Fleiss’ Familie mit Gedenktafeln vor ihren letzten Wohnorten.
- Die Ausstellung ‚le Skulptur‘ erklärt Hintergrund und Bedeutung des internationalen Stolperstein-Projekts in Berlin.
Tipps
- Der Stolperstein erinnert an eine Person, die aufgrund der NS-Verfolgung ihr Leben verlor und wird im Rahmen des Projekts von Gunter Demnig verlegt.
- Die Umgebung bietet Informationen zu den historischen Hintergründen der Verfolgung und der Rolle des ‚Landhauses Daheim‘ als Wohnort betroffener Familien.
- Die Ausstellung ‚le Skupltur‘ im Umfeld des Stolpersteins thematisiert die künstlerischen und gesellschaftlichen Aspekte des Erinnerungsprojekts.
Eigenschaften
Stolperstein Elli Fleiß Berlin Kulturdenkmal
Der Stolperstein für Elli Fleiss in Berlin ist Teil des internationalen Kunst- und Erinnerungsprojekts „Stolpersteine“, initiiert vom Künstler Gunter Demnig. Diese kleinen, in den Boden eingelassenen Messingtafeln ehren die Opfer des Nationalsozialismus, die zwischen 1933 und 1945 aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Überzeugung oder sexuellen Orientierung verfolgt wurden. Elli Fleiss gehört zu den vielen Berliner:innen, deren Schicksal durch diese Gedenksteine bewahrt und sichtbar gemacht wird.
Elli Fleiss selbst war eine Frau, deren Leben eng mit der Geschichte Berlins verbunden war. Ihre Mutter, seit 1901 verwitwet, zog 1916 als Privatière aus der Levetzowstraße in die Machnower Straße 79. Dort lebte sie im sogenannten „Landhaus Daheim“, einem Ort, der für viele jüdische Familien in Berlin eine wichtige Rolle spielte. Die Machnower Straße lag im damaligen Bezirk Charlottenburg, einem Viertel mit einer starken jüdischen Gemeinschaft vor der NS-Zeit. Der Stolperstein erinnert an Elli Fleiss’ Leben und ihr Schicksal während der Verfolgung.
Das Projekt der Stolpersteine ist nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine pädagogische Initiative. Es soll das individuelle Leid der Opfer ins Gedächtnis rufen und so zur Reflexion über die Verantwortung jedes Einzelnen anregen. Durch die direkten, oft persönlichen Inschriften auf den Steinen wird die Erinnerung konkret und greifbar – anders als bei großen Denkmälern, die oft abstrakt bleiben. In Berlin sind bereits zahlreiche Stolpersteine verlegt, die an Verfolgte aus verschiedenen Stadtteilen erinnern.
Wer sich näher mit dem Projekt und seinen Hintergründen beschäftigen möchte, findet in der Ausstellung „le Skupltur“ der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin vertiefende Informationen. Diese Ausstellung beleuchtet die künstlerischen, historischen und gesellschaftlichen Aspekte der Stolpersteine und zeigt, wie aus einer einfachen Gedenktafel ein europaweites Mahnmal wurde. Der Stolperstein für Elli Fleiss ist somit nicht nur ein Symbol für ihr persönliches Schicksal, sondern auch ein Teil eines größeren Erinnerungsprojekts, das bis heute wirkt.
Ein Besuch des Stolpersteins in Berlin bietet die Möglichkeit, sich mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen und die Spuren der Verfolgung in der Stadt zu entdecken. Die Machnower Straße, in der Elli Fleiss einst lebte, war einst ein Ort jüdischen Lebens – heute erinnert der Stolperstein an die Menschen, die dort einst heimisch waren und später ihre Heimat verloren. Solche Gedenkorte sind essenziell, um die Vergangenheit zu bewahren und aus ihr zu lernen.