Johanna Baum
Highlights
- Johanna Baum wurde 1889 in Dirschau (heute Tczew/Polen) geboren und lebte später in Berlin.
- Sie wurde 1943 mit ihrer Tochter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
- Ihr Ehemann Bernhard Baum wurde kurz vorher ebenfalls nach Auschwitz verschleppt.
Tipps
- Besucher von Johanna Baum in Berlin können den Stolperstein vor der ehemaligen Wohnung in der Gotenstraße 73 finden.
- Die Stolpersteinverlegung erfolgte am 17. März 2011 im Bezirk Schöneberg.
- Weitere biografische Details sind in der Stolpersteine-Berlin-Datenbank einsehbar.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Berlin - Johanna Baum
Der Gedenkstein für Johanna Baum ist ein bedeutsames Denkmal in Berlin, das an das Schicksal einer jüdischen Frau erinnert, die während der nationalsozialistischen Verfolgung ihr Leben verlor. Johanna Baum, geborene Lebenstein, kam in der westpreußischen Stadt Dirschau (heute Tczew in Polen) zur Welt. Sie wuchs in einer bürgerlichen jüdischen Familie auf und heiratete später den Kaufmann Bernhard Baum. Das Ehepaar lebte zunächst in Filehne (heute Wieleń in Polen), wo Johanna zwei Töchter geboren wurden.
Mit der politischen Veränderung in den 1930er Jahren, als die Region polnisch wurde und später unter die antisemitischen Gesetze der NS-Herrschaft fiel, verschlechterte sich die Lebenssituation der Familie zunehmend. Nach der Reichspogromnacht und der zunehmenden Entrechtung der jüdischen Bevölkerung flohen Bernhard und Johanna Baum schließlich nach Berlin. In der Hauptstadt suchten sie Zuflucht, zogen mehrfach um und lebten zuletzt in der Gotenstraße im Bezirk Schöneberg. Hier teilten sie sich eine Wohnung mit ihrer geschiedenen Tochter Lilly, die zur Zwangsarbeit in Kreuzberg verpflichtet war.
Im Jahr 1943 wurden Johanna Baum und ihre Tochter von der Gestapo deportiert. Sie befanden sich unter den Opfern des sogenannten „35. Osttransports“, der sie nach Auschwitz brachte, wo sie ermordet wurden. Ihr Mann Bernhard war nur wenige Tage zuvor ebenfalls dorthin verschleppt worden. Ihre jüngere Tochter Erna Pauline gelang es hingegen, zu überleben und später eine Entschädigung für die während der NS-Zeit geraubten Familienvermögenswerte zu beantragen. Aus dieser Zeit stammen auch einige wenige Erkenntnisse über das Leben von Johanna Baum.
Im Jahr 2011 wurde ein Stolperstein für Johanna Baum in Berlin verlegt, um ihr Andenken zu bewahren und an ihre Geschichte zu erinnern. Der Stein ist Teil des größten dezentralen Holocaust-Gedenkmals weltweit und erinnert symbolträchtig an die Opfer des Nationalsozialismus. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem Gedenken an die jüdische Gemeinschaft Berlins und ist Ausdruck der Verpflichtung, die Erinnerung an die Shoah lebendig zu halten.
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Häufige Fragen zu Johanna Baum
Wer war Johanna Baum geb. Lebenstein?
Quelle: website
Wann und wo lebte Johanna Baum in Berlin?
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Wie kam es zur Deportation von Johanna Baum?
Quelle: website
Gab es Überlebende in Johannas Familie?
Quelle: website