Zwölf-Apostel-Kirchhof
Eigenschaften
Ausflug Natur Zwölf-Apostel-Kirchhof Berlin
Der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof zählt zu den kunst- und kulturgeschichtlich bedeutendsten Begräbnisplätzen Berlins und ist ein geschütztes Gartendenkmal. Erstmals 1865 als erster Friedhof der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde eingeweiht, entstand er damals noch weit außerhalb der Stadtmauern Berlins. Die Gestaltung des rund 30.000 Quadratmeter großen Geländes geht auf einen Entwurf des königlichen Garteninspektors Carl David Bouché zurück. Noch heute sind die ursprüngliche Gliederung der Anlage sowie das Hauptwegenetz mit seinen markanten Lindenalleen erhalten. Diese schaffen eine malerische Atmosphäre, die den Friedhof zu einer Oase der Ruhe inmitten des lebendigen Stadtgebiets macht.
Bereits früh war der Kirchhof vollständig belegt. Die repräsentativen Erbbegräbnisanlagen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts folgen italienischen Vorbildern eines Campo Santo und präsentieren ein fast geschlossenes künstlerisches Erscheinungsbild. Auffallend ist die Vielzahl an herausragenden Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden. Darunter befinden sich der Schriftsteller Ernst Wichert, der Naturwissenschaftler Ludwig Darmstaedter, die Politiker Bernhard von Bülow und Friedrich Naumann sowie bedeutende Künstler wie die Bildhauer Reinhold Begas und Ernst Herter. Ihre Grabstätten sind mit kunstvollen Skulpturen und architektonischen Elementen ausgestattet, die den hohen künstlerischen Anspruch des Ortes unterstreichen.
Im Laufe der Jahre wurde der Friedhof mehrfach restauriert und weiterentwickelt. So entstand 1957 eine neue Kapelle, entworfen vom Architekten Georg Lichtfuß, deren farbige Mosaikfenster von Alfred Kothe eine besondere Lichtatmosphäre erzeugen. Besondere Aufmerksamkeit erfährt der Erhalt der Grabanlagen durch die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, die denkmalpflegerische Maßnahmen initiiert und Grabpatenschaften angeboten hat. Seit 2014 gibt es zudem den sogenannten „Garten der kleinen Ewigkeit“, bei dem die Grabpflege durch die Friedhofsgärtner übernommen wird – ein Angebot, das sowohl traditionelle als auch zeitgemäße Bestattungsformen wie Baumbestattungen beinhaltet.
Der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zu kulturellen und naturkundlichen Entdeckungen. Regelmäßig werden Führungen angeboten, die sowohl die kulturhistorische Bedeutung als auch die Rolle des Friedhofs als Naturraum in der Großstadt thematisieren. Die Friedhofskapelle dient zudem als Veranstaltungsraum für Konzerte und Filmvorführungen. Mit seiner einzigartigen Atmosphäre, seiner reichen Geschichte und der künstlerischen Gestaltung der Grabmale ist der Zwölf-Apostel-Kirchhof ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die Berliner Geschichte und Kultur hautnah erleben möchten.
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Häufige Fragen zu Zwölf-Apostel-Kirchhof
Wo befindet sich der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof angelegt?
Quelle: website
Wer hat den Zwölf-Apostel-Kirchhof gestaltet?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen Grabstätten gibt es auf dem Kirchhof?
Quelle: website
Ist der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof denkmalgeschützt?
Quelle: wikipedia