Denkmal/Gedenkstätte

Pergamonmuseum

Bodestraße 1-3, 10547 Berlin

Highlights

  • Das Pergamonmuseum zeigt den Pergamonaltar, Mschatta-Fassade und Aleppo-Zimmer – Highlights antiker Architektur und islamischer Kunst.
  • Seit 2013 wird das Museum saniert: Hellenistische Säle und islamische Kunstsammlungen werden modernisiert, Barrierefreiheit verbessert und Exponate restauriert.
  • Ab 2027 präsentiert der Nordflügel islamische Kunst mit 1400 Jahren Kulturgeschichte; der Südflügel mit assyrischen und römischen Bauten folgt bis 2037.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Pergamonmuseum Berlin

Das Pergamonmuseum in Berlin zählt zu den bedeutendsten musealen Schätzen der Stadt und beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen antiker Architektur, Kunst und Kultur. Gegründet als Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vereint das Museum Exponate aus fast allen Epochen und Kontinenten – von der europäischen bis zur außereuropäischen Archäologie und Ethnologie. Besonders berühmt ist es für seine rekonstruierten Monumentalbauten der Antike, darunter der Pergamonaltar, die Mschatta-Fassade aus der islamischen Kunst und das Ischtar-Tor von Babylon, das als Symbol babylonischer Pracht gilt.

Seit 2013 durchläuft das Museum eine umfassende Sanierung im Rahmen des Masterplans Museumsinsel, die in zwei Bauabschnitten die Bausubstanz modernisiert und die Präsentation der Exponate revolutioniert. Im nördlichen Mittelbau sind bereits die hellenistischen Architekturen der Antikensammlung sowie die Sammlung des Museums für Islamische Kunst wieder zugänglich. Hier erleben Besucher:innen eine neu gestaltete Ausstellung mit 25 Räumen, die eine 1400-jährige Kulturgeschichte des Nahen und Mittleren Ostens lebendig werden lässt – von der Mschatta-Fassade bis zur Alhambra-Kuppel. Die Farbgestaltung und Beleuchtung im Altarsaal und im Hellenistischen Saal wurde so angepasst, dass die Objekte in einem mediterranen Ambiente wirken, wie es das ursprüngliche Konzept der 1930er Jahre vorsah.

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Südflügel mit dem Vorderasiatischen Museum und dem Saal römischer Architektur, der voraussichtlich bis 2037 geschlossen bleibt. Hier werden nach der Sanierung Highlights wie das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon in einem neu gestalteten Ausstellungsraum mit regulierter UV-Strahlung präsentiert. Auch die Torlöwen von Zincirli und die Stiftmosaikfassaden aus Uruk werden Teil der Neupräsentation sein. Parallel dazu wird im Miletsaal das antike Markttor von Milet mit weiteren römischen Architekturstücken restauriert und in einem mediterranen Lichtkonzept gezeigt.

Das Pergamonmuseum besticht nicht nur durch seine archäologischen Schätze, sondern auch durch innovative Ausstellungsformate. In der Nachbarschaft zur Museumsinsel befindet sich das Panorama von Yadegar Asisi, das als Ergänzung zu den antiken Exponaten ein spektakuläres Rundgemälde bietet.

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