Denkmal/Gedenkstätte

Schinkel-Denkmal

12529 Berlin

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Schinkel-Denkmal

Das Schinkel-Denkmal erinnert in Berlin-Mitte an den bedeutenden preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Es steht zentral am neu gestalteten Schinkelplatz und gilt als eines der markantesten Denkmäler der Berliner Bildhauerschule. Die überlebensgroße Bronzeplastik wurde 1869 enthüllt und zeigt Schinkel in zeitgenössischer Kleidung. Sein Blick ist in die Ferne gerichtet, während er mit Zeichenstift und Block in den Händen dasteht – ein Symbol für seine kreative und planerische Tätigkeit. Besonders auffällig ist die detailreiche Gestaltung des dreistufigen Sockels aus rotem Granit, an dessen Ecken Karyatiden stehen, die Schinkels vielseitige Arbeitsbereiche wie Architektur, Malerei, Wissenschaft und Bildhauerei repräsentieren.

Gestaltet wurde das Denkmal vom Bildhauer Friedrich Drake, der sich dabei auf eine frühere Statue Schinkels aus dem Jahr 1835 stützte. Es entstand nach einem Wettbewerb, der auf Initiative von Wilhelm Salzenberg, einem Schüler Schinkels, ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich war das Standbild Teil eines Denkmalensembles zusammen mit Figuren von Beuth und Thaer, die bereits früher aufgestellt worden waren. Gemeinsam bildeten sie eine symbolische Gruppe, die als „erste Helden auf öffentlichem Platze ohne Degen“ beschrieben wurden. Der Platz erhielt im Zuge der Errichtung des Denkmals seinen heutigen Namen „Schinkelplatz“.

Das Denkmal durchlebte eine bewegte Geschichte: Im Zweiten Weltkrieg wurde es beschädigt, und einige seiner Elemente, darunter die Eckkaryatiden, verschwanden. In der DDR-Zeit wurde es 1962 zusammen mit den anderen Denkmälern entfernt, da es im Weg des Neubaus des Außenministeriums stand. Die Figuren lagerten daraufhin im Keller des Pergamon-Museums. Erst nach der Wiedervereinigung und dem Abriss des Ministeriums kehrte das Denkmal 1999 an seinen ursprünglichen Standort zurück. Im Rahmen einer umfassenden Rekonstruktion wurden auch die verlorenen Elemente, darunter der Mosaikboden, der Rundbrunnen und die historische Bepflanzung des Platzes, wiederhergestellt. Die Karyatiden wurden 2011 nach historischen Vorlagen des Bildhauers Hans Starcke ergänzt.

Heute lädt der Schinkelplatz mit seinem Denkmal zum Verweilen ein. Die runde Bank aus rotem Granit und die kleine Fontäne schaffen eine ruhige Atmosphäre mitten im regen Stadtverkehr. Eine Informationstafel informiert über die Geschichte des Ortes und seiner künstlerischen Gestaltung. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen wird der Ort von Besuchern als harmonisch und geschmackvoll wahrgenommen. Die Kombination aus historischem Denkmal, durchdachter Platzgestaltung und der zentralen Lage im Berliner Regierungsviertel macht den Schinkelplatz zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Interessierte der Architektur- und Stadtgeschichte.

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