Denkmal/Gedenkstätte

Das Bauernhaus

Stianbrag 6, 25938 Borgsum

Highlights

  • Das Bauernhaus in Borgsum liegt direkt am Ringwall der Lembecksburg, einer archäologischen Fundstätte aus der Wikingerzeit.
  • Die Burg wurde erstmals 1362 urkundlich erwähnt und später von Ritter Klaus Limbeck bewohnt.
  • Seit 2021 finden erneut archäologische Grabungen statt, um die Nutzungsgeschichte der Anlage weiter zu erforschen.

Tipps

  • Das ehemalige Burgwall in Borgsum bietet eine schöne Aussicht in die Natur und lädt zur Entschleunigung ein.
  • Interessierte Besucher finden hier Spuren der Wikingerzeit sowie archäologische Funde aus verschiedenen Epochen.
  • Aktuelle Grabungen seit 2021 ermöglichen neue Erkenntnisse zur Geschichte der Lembecksburg.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Das Bauernhaus

Das Bauernhaus in Borgsum zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern auf der Nordseeinsel Föhr und bietet Einblicke in die Regiongeschichte vom frühgeschichtlichen bis ins spätmittelalterliche Zeitalter. Der landschaftlich markante Ringwall, errichtet auf einem natürlichen Geestkern, dominiert die Umgebung und zeugt von einer befestigten Siedlung, deren Ursprünge weit in die Jungsteinzeit und die ältere Kaiserzeit zurückreichen. Im Inneren des knapp 100 Meter messenden Burginnenraums wurden in den Grabungen der Jahre 1951/52 verschiedene Funde geborgen, darunter Keramikscherben, Webgewichte, Eisengeräte sowie Gefäße aus Speckstein, die eine Nutzung während der Wikingerzeit belegen.

Die heutige Gestalt des Ortes entstand im 14. Jahrhundert, als der dänische König Waldemar Atterdag dem Ritter Klaus Limbeck die Inseln Föhr, Sylt und Amrum als Lehen verlieh. Nach militärischen Auseinandersetzungen wurde die Burg 1374 durch den König und seine Verbündeten belagert und Limbeck vertrieben. Später kehrte der Ritter nicht mehr zurück; stattdessen übernahm sein Vogt, Christian Freliefson, die Verwaltung. Unter dessen Herrschaft kam es immer wieder zu Spannungen mit der Bevölkerung, die sich durch Belagerungen zur Wehr setzte. Obwohl der Name „Lembecksburg“ auf Limbeck zurückgeht, wird heute bezweifelt, dass dieser jemals persönlich die Anlage betreten hat.

Heute präsentiert sich das Gelände vor allem durch den grasbewachsenen, ringförmigen Wall, der im Süden durch ein Tor unterbrochen ist. Im östlichen Vorbereich sind ein niedriger Vorwall sowie ein flacher Graben zu erkennen. Archäologische Forschungen, die ab 2021 erneut aufgenommen wurden, zielen darauf ab, die verschiedenen Nutzungsphasen der Anlage sowie deren endgültige Aufgabe besser zu verstehen. Die Aussicht vom ehemaligen Burgwall bietet bei klarem Wetter einen schönen Rundblick in die umliegende Natur und lädt zur Entschleunigung ein.

Besucher berichten von einer spannenden Atmosphäre, die besonders für Interessierte der Wikingerzeit von Reiz ist. Kritisch wird jedoch bemängelt, dass es am Gelände an informativen Tafeln mangelt, die über die Geschichte und mögliche Rekonstruktionen der Anlage aufklären würden. Einige Gäste wünschen sich eine historische Nachbildung, wie sie in Freilichtmuseen zu sehen ist. Dennoch verlassen viele den Ort zufrieden, insbesondere nach einer Fahrradtour um die Insel, bei der „Das Bauernhaus“ einen stimmungsvollen Abschlusspunkt darstellt.

Bewertungen

4,3 (15) 4.3 aus 15 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,3 (15) 4.3 · 15 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…