Eulenturm
Highlights
- Der Eulenturm ist eines der zwei erhaltenen Bauwerke der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Büren.
- Seit 2015 beherbergt er das Schützenmuseum mit Exponaten zur Geschichte der Bürener Schützenbruderschaft.
- Das Museum zeigt Dokumente, Uniformen und Gebrauchsgegenstände aus über 500 Jahren Schützengeschichte.
Tipps
- Das Schützenmuseum im Eulenturm zeigt auf zwei Etagen historische Dokumente, Uniformen und Fahnen zur 600-jährigen Geschichte der Stadtbefestigung und des Schützenwesens in Büren.
- Besichtigungen und Führungen sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich, die maximale Gruppengröße beträgt 15 Personen.
- Der Eintritt ins Museum ist frei, eine Anmeldung erfolgt per E-Mail bei Reinhard Kurek.
Eigenschaften
Über Eulenturm
Der Eulenturm in Büren ist ein historischer Bau aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung und zählt heute zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Stadt im Kreis Paderborn. Als einer von nur zwei erhaltenen Türmen der ehemaligen Stadtmauer beherbergt er seit Frühjahr 2015 das Schützenmuseum, das von der St. Sebastian-Bruderschaft Büren betrieben wird. Das Museum widmet sich der über 500 Jahre währenden Geschichte des Schützenwesens in der Region und zeigt auf zwei Etagen eine umfangreiche Sammlung an Dokumenten, Uniformen, Orden, Fahnen und Gebrauchsgegenständen.
Im Erdgeschoss des Eulenturms stehen Ausstellungsstücke im Fokus, die sich mit der langen Tradition der Stadtbefestigung von Büren beschäftigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei dem historischen Einsatz von Schützen während der Hexenprozesse. Die Dokumente und Exponate verdeutlichen die Rolle der Schützen in städtischen Verteidigungsstrukturen über einen Zeitraum von sechs Jahrhunderten. Die Präsentation verdeutlicht zudem, wie eng die lokale Verteidigung mit gesellschaftlichen und rechtlichen Strukturen der frühen Neuzeit verknüpft war.
Das Obergeschoss widmet sich der Geschichte der Schützenbruderschaft selbst. Mit Regelwerken aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit wird die Entwicklung der Bruderschaft nachgezeichnet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zeit des Nationalsozialismus, als die Schützenbewegung außerhalb staatlicher Strukturen unter Druck gesetzt wurde. Die Ausstellung zeigt, wie die Bruderschaft versuchte, ihre Tradition trotz dieser Widrigkeiten zu bewahren. Uniformen, Orden und Alltagsgegenstände aus dem 19. und 20. Jahrhundert ergänzen das Bild eines Vereins, der als ältester aktiver Verein in Büren gilt.
Das Museum ist Teil der kulturellen Infrastruktur der Stadt und vermittelt einen Einblick in die lokale Geschichte sowie die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements. Aufgrund der architektonischen Gegebenheiten ist die Besucherzahl pro Führung auf maximal 15 Personen begrenzt. Führungen sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Eintritt ist frei. Das Schützenmuseum im Eulenturm ist damit ein Ort, der die lokale Geschichte lebendig werden lässt und den Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Zugang zur Vergangenheit Bürens ermöglicht.