Cuxhavener Küstenheiden
Highlights
- Die Cuxhavener Küstenheiden sind ein 892 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Stadt Cuxhaven.
- Das Schutzgebiet beherbergt über 200 gefährdete Arten wie Lungenenzian, Steinschmätzer und Zauneidechse.
- Große Teile der Heide sind durch die invasive Spätblühende Traubenkirsche bedroht und werden durch Wisente und Koniks beweidet.
Tipps
- Für Spaziergänge eignet sich der etwa 11 km lange Rundweg, der durch abwechslungsreiche Landschaften führt und Tiere wie Wisente, Koniks und Heckrinder zeigt.
- Das Gelände umfasst verschiedene Lebensräume – von Sandheiden über Feuchtgrünland bis hin zu Waldstücken, was es ideal für Naturbeobachtungen macht.
- Besonders im Sommer bietet die Heide durch ihre Blütenpracht und farbenfrohe Pflanzenwelt ein eindrucksvolles Erlebnis, das zum Verweilen einlädt.
Eigenschaften
Über Cuxhavener Küstenheiden
Die Cuxhavener Küstenheiden erstrecken sich im Nordwesten Niedersachsens und gehören zu den besonderen Naturlandschaften der Stadt Cuxhaven im Landkreis Cuxhaven. Gelegen am Übergang von der Geest zum Wattenmeer, bilden sie eine einzigartige Mischung aus Heideflächen, Dünen, Feuchtgebieten und Waldabschnitten. Diese vielfältige Landschaft prägt nicht nur das Bild der Region, sondern beherbergt auch eine beeindruckende Vielfalt an seltenen Tier- und Pflanzenarten. Die insgesamt rund 892 Hektar große Fläche ist seit den 1980er Jahren unter dem Namen „NSG LÜ 267“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wird heute von der DBU Naturerbe verwaltet.
Das Landschaftsbild der Küstenheiden wird geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume. Neben typischen Sandheiden und Krähenbeerheiden finden sich hier auch feuchte Hochstaudenfluren, offene Sandflächen und kleine Gewässer. Besonders erwähnenswert ist die rasche Ausbreitung der Spätblühenden Traubenkirsche, einer nordamerikanischen Baumart, die in weiten Teilen der Heide zu einer Verbuschung führt. Um diesem entgegenzuwirken und das offene Landschaftsbild zu erhalten, wird die Fläche durch Großtiere wie Wisente, Koniks und Heckrinder beweidet – ein Konzept, das sowohl artenschutzrechtliche Ziele verfolgt als auch die natürliche Dynamik der Landschaft fördert.
Die Küstenheiden beherbergen über 200 gefährdete Arten, darunter seltene Pflanzen wie der Lungenenzian oder der Mittlere Sonnentau sowie bedrohte Tierarten wie der Steinschmätzer, das Rebhuhn oder die Zauneidechse. Auch der Moorfrosch und die Große Moosjungfer haben hier geeignete Lebensräume gefunden. Diese Artenvielfalt macht das Gebiet zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Naturbegeisterte und botanisch Interessierte gleichermaßen. Wanderer können auf rund elf Kilometern langem Rundweg die verschiedenen Biotope erkunden und dabei eine ruhige, abwechslungsreiche Naturlandschaft genießen, die nahezu unberührt vom Massentourismus bleibt.
Das Schutzgebiet gliedert sich in eine größere Hauptfläche sowie drei kleinere Teilbereiche, die sich in den Gemarkungen Altenwalde, Berensch-Arensch, Duhnen, Holte-Spangen, Oxstedt und Sahlenburg befinden. Ein großer Teil des Areals ist zudem in das europäische FFH-Gebiet „Küstenheide und Krattwälder bei Cuxhaven“ eingebunden. Informative Tafeln entlang der Wege bieten Einblicke in die Besonderheiten der Region und unterstützen Besucher dabei, die Besonderheiten der Flora und Fauna besser zu verstehen. Besonders zur Hochsaison der Heideblüte verwandelt sich das Gebiet in ein farbenfrohes Naturparadies, das sowohl für Spaziergänge als auch für längere Wanderungen einlädt.