Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Basedow

Schlossstraße 1, 17139 Basedow

Highlights

  • Schloss Basedow ist ein bedeutender Adelssitz in Mecklenburg-Vorpommern und heute eine unregelmäßige Dreiflügelanlage.
  • Das Herrenhaus wurde 1467 erbaut und später im Stil der Renaissance umgestaltet, wobei Teile des Mittelflügels erhalten blieben.
  • 1837 bis 1839 erfolgte eine Neugestaltung durch Architekt Friedrich August Stüler, darunter der Nordflügel und ein neugotisches Torhaus.

Tipps

  • Das Schloss Basedow kann nur nach Voranmeldung besichtigt werden, daher sollte rechtzeitig vorab kontaktiert werden.
  • Der Landschaftspark um das Schloss lädt zu Spaziergängen ein und ist unabhängig von der Besichtigung des Herrenhauses zugänglich.
  • In der Umgebung befindet sich eine offene Kirche mit regulären Öffnungszeiten, die sich für einen Besuch eignet.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Schloss Basedow

Das Schloss Basedow liegt idyllisch im Herzen der Gemeinde Basedow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Umgangssprachlich wird das ehemalige Herrenhaus oft als „Schloss“ bezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten Adelssitze der Region. Die Anlage erstreckt sich über einen Landschaftspark von rund 200 Hektar und vereint historische Architektur mit gepflegter Natur – ein idealer Ort für Ausflüge in die Mecklenburgische Seenplatte.

Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück: Bereits im 13. Jahrhundert war die Adelsfamilie Hahn in Basedow ansässig. Im 15. Jahrhundert ließ Ritter Lüdeke III. Hahn eine Burg mit Hauptturm, Mauern und Vorburg erbauen, die später schrittweise zu einem repräsentativen Herrenhaus im Stil der Renaissance umgebaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach erweitert und umgestaltet. Besonders prägend war die Bauzeit von 1837 bis 1839 unter Friedrich Graf von Hahn, als der Berliner Architekt Friedrich August Stüler maßgeblich am Umbau des Herrenhauses und der umliegenden Gebäude beteiligt war.

Auffällig sind heute noch die neugotischen Elemente und die charakteristischen Terrakotta-Medaillons an der Fassade, die verschiedene Köpfe darstellen und vermutlich nach italienischen Vorlagen gefertigt wurden. Der Ostflügel, im Johann-Albrecht-Stil errichtet, zeigt eine kunstvolle Backsteinfassade mit Sandsteinzieraten und einst eine prachtvolle Freitreppe. Auch der klassizistische Marstall sowie das Landhaus gehören zum eindrucksvollen Ensemble des ehemaligen Gutsbetriebs.

Das Schloss stand stets im Zentrum eines größeren landwirtschaftlichen Betriebs, zu dem auch Flächen in mehreren umliegenden Dörfern gehörten. Die Familie von Hahn verfügte zudem über einen Familienfideikommiss, der die Erbfolge regelte, und trug den Titel des Erblandmarschalls der Herrschaft Stargard. Bis 1918 blieb das Gut in adeliger Hand und prägte das Bild der Region nachhaltig.

Heute ist das Schloss Basedow ein gepflegter kultureller und natürlicher Anziehungspunkt. Das Gelände lädt zu Spaziergängen im weitläufigen Park ein, und bei Voranmeldung kann auch das Schloss besichtigt werden. Besucher berichten von einem „blitzsauberen und wunderschönen Örtchen“ am westlichen Rand der Müritzer Seenplatte. Ob Architekturinteressierte, Naturfreunde oder einfach alle, die die Ruhe des ländlichen Mecklenburgs genießen möchten – das Schloss Basedow bietet für jeden etwas.

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