Denkmal/Gedenkstätte

Hildesheimer Fachwerkhäuser

Gelber Stern 21, 31134 Hildesheim

Highlights

  • Das Waffenschmiedehaus in Hildesheim ist eines der ältesten und schönsten Fachwerkhäuser der Stadt.
  • Heute beherbergt es das Neisser Archiv und Heimatmuseum mit Exponaten zur Kultur und Geschichte der Neißeregion.
  • Das Museum zeigt thematische Räume wie das Eichendorffzimmer und ein Bauernzimmer sowie eine Gedenkstätte zur Flucht und Vertreibung.

Tipps

  • Das Neisser Archiv und Heimatmuseum im Waffenschmiedehaus ist nur an bestimmten Freitagen geöffnet – Termine im Voraus prüfen.
  • Interessierte können außerhalb der Öffnungszeiten Besichtigungen nach telefonischer Absprache mit Andreas Quaschigroch vereinbaren.
  • Das Museum zeigt regionale Kultur und Geschichte ehemaliger Neißer Gebiete in mehreren thematischen Zimmern.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Hildesheimer Fachwerkhäuser

Die Hildesheimer Fachwerkhäuser zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen der norddeutschen Fachwerkkultur und präsentieren sich als kulturhistorische Kerne der Stadt Hildesheim in Niedersachsen. Besonders das sogenannte Waffenschmiedehaus am Gelber Stern 21 gilt als eines der schönsten und ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser der Region. Es stammt aus dem Jahr 1548 und beherbergt heute das Neisser Archiv und Heimatmuseum, das von einem privaten Verein getragen wird.

Das Gebäude selbst ist ein eindrucksvolles Beispiel für die spätgotische und frühhumanistische Fachwerkbauweise des 16. Jahrhunderts. Seine Struktur und Gestaltung spiegeln den damaligen städtebaulichen und kulturellen Reichtum wider. Im Inneren des Hauses sind verschiedene thematisch gegliederte Räume eingerichtet, darunter das Zimmer der Stadt Neisse, das Zimmer des Landkreises Neisse sowie Räume zur Darstellung der regionalen Kulturgeschichte, etwa ein Eichendorffzimmer, ein Bauernzimmer und ein Schulzimmer. Diese Räume dokumentieren das Leben und die Traditionen der ehemaligen Region um Neisse, die heute zu Polen gehört.

Ein besonderer Schwerpunkt des Museums liegt auf der Aufarbeitung der Geschichte von Krieg, Flucht und Vertreibung. Im Innenhof des Fachwerks wurde eine Gedenkstätte errichtet, die den Opfern dieser Ereignisse gewidmet ist. Die Sammlung umfasst Exponate und Erinnerungsstücke aus dem ehemaligen Fürstentum Neisse sowie aus dem früheren Breslauer Bistumsland, darunter auch dem südlichen, ehemals österreichischen Teil. Die Ausstellungsgegenstände stammen größtenteils aus privaten Spenden und Sammlungen ehemaliger Bewohner der Region.

Das Neisser Heimatmuseum wird vom Neisser Kultur- und Heimatbund e.V. betreut, einem Verein, der seit 1948 Menschen zusammenbringt, die Verbindungen zur Region Neisse haben. Mit rund 800 Mitgliedern bleibt der Bund auch Jahrzehnte nach den historischen Umbrüchen aktiv. Der Verein gibt zudem ein Heimatblatt heraus, das dreimal jährlich mit kulturhistorischen Beiträgen und Familiennachrichten erscheint. Die Stadt und der Landkreis Hildesheim sind seit 1952 Paten der Stadt und des Landkreises Neisse und unterstützen so die kulturelle Bewahrung.

Bewertungen

5,0 (26) 5.0 aus 26 Bewertungen (Google)

Auf Google

5,0 (26) 5.0 · 26 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Übernachtung in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…