Denkmal/Gedenkstätte

Kehrwiederturm

Am Kehrwieder 2, 31134 Hildesheim

Highlights

  • Der 1465 erbaute Kehrwiederturm in Hildesheim beherbergt seit den 1980ern Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auf bis zu vier Stockwerken.
  • Der Turm dient als ungewöhnlicher Ausstellungsort für ortsspezifische Kunstprojekte und fördert den Dialog zwischen Werken und Architektur.
  • Rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht barrierefreien Besuch des historischen Turms als Kunstort mit Fokus auf junge Künstler*innen.

Tipps

  • Der Kehrwiederturm bietet einen rollstuhlgerechten Zugang, der einen barrierefreien Besuch der Ausstellungen ermöglicht.
  • Die Ausstellungen im Turm nutzen die historische Architektur als kreativen Rahmen für ortsspezifische Kunstprojekte.
  • Kunstvermittlung für Schulklassen und Kindertagesstätten fördert durch interaktive Workshops die eigenständige Auseinandersetzung mit den Exponaten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kehrwiederturm Hildesheim – Kulturdenkmal erkunden

Der Kehrwiederturm in Hildesheim ist ein historisches Wahrzeichen, das seit den 1980er-Jahren als einzigartiger Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst dient. Ursprünglich 1465 als Wachturm erbaut, bietet der Turm mit seinen vier Stockwerken einen außergewöhnlichen Raum für künstlerische Projekte. Die räumliche Beschaffenheit des Turms inspiriert regelmäßig ortsspezifische Ausstellungen, die die Architektur mit moderner Kunst verbinden.

Der Kunstverein Hildesheim, der den Turm seit seiner Gründung 1978 nutzt, widmet sich der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland. Durch die Kombination von historischem Bauwerk und zeitgenössischer Kunst entsteht ein besonderer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellungen reichen von fotografischen Projekten über Malerei bis hin zu interaktiven Installationen, die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken anregen.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Kunstvereins ist die Kunstvermittlung, die besonders auf junge Zielgruppen abzielt. Für Schulklassen werden spezielle Workshops angeboten, in denen die Ausstellungen durch kreative Experimente und künstlerische Auseinandersetzung erlebbar gemacht werden. Auch Kindertagesstätten sind eingeladen, an interaktiven Programmen teilzunehmen, die ästhetische Erfahrungen mit lokalem Austausch verbinden. So wird Kunst nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt und diskutiert.

Besonders bemerkenswert sind Projekte, die den Fokus auf bäuerliche Themen legen, wie etwa die Serie „Agrarlandschaften“ des Fotografen Heinrich Riebesehl, die die Industrialisierung der Landwirtschaft dokumentiert. Aktuelle Ausstellungen wie das Langzeitprojekt von Antje Schiffers zeigen Landwirtinnen als kulturelle Akteure und setzen sich mit traditionellen und modernen Landwirtschaftsformen auseinander. Durch solche Ausstellungen wird der Kehrwiederturm zu einem Ort der Reflexion über gesellschaftliche und ökologische Themen.

Mit seiner Kombination aus historischer Substanz und innovativer Kunstvermittlung ist der Kehrwiederturm ein bedeutendes Kulturdenkmal in Hildesheim. Er lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu sehen, sondern aktiv mitzugestalten – ob durch Führungen, Workshops oder partizipative Projekte. Der Turm steht damit für die lebendige Verbindung von Tradition und moderner künstlerischer Praxis in der Region.

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