Schlauchturm Kossa
Highlights
- Die Bunkeranlage Kossa-Söllichau wurde während des Kalten Krieges als Schlauchturm errichtet und dient heute als Museum gegen das Vergessen.
- Das Museum warnt vor den Folgen übermäßiger Rüstung und zeigt die Bedrohung durch atomare, biologische und chemische Waffen im Kalten Krieg.
- Gebäude und Führungsbunker sind samstags und sonntags geöffnet, außer an bestimmten geschlossenen Tagen, mit Führungen nur nach Anmeldung.
Tipps
- Feste Schuhe tragen, da Gelände und Bunker rutschig und uneben sein können.
- Bargeld mitnehmen, da Kartenzahlung nicht möglich ist.
- Parken nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt – Anweisungen vor Ort beachten.
Eigenschaften
Über Schlauchturm Kossa
Der Schlauchturm Kossa in Laußig, gelegen im sächsischen Kreis Nordsachsen, ist ein ehemaliger militärischer Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges und heute ein bedeutendes Museum gegen das Vergessen. Die Bunkeranlage wurde ursprünglich als Teil eines umfangreichen Verteidigungssystems errichtet und diente unter anderem als Nachrichten- und Führungsbunker. Heute erinnert das Museum mit eindrucksvollen Ausstellungen und originalgetreuen Räumen an die Bedrohung durch atomare, biologische und chemische Waffen sowie an die politischen Spannungen dieser Zeit. Ziel ist es, Besucher*innen vor die Folgen übermäßiger Rüstung und Konfrontationspolitik zu warnen – ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung.
Das Museum ist samstags und sonntags geöffnet und bietet zwei verschiedene Arten der Besichtigung: Zum einen die zweistündige Museumsführung durch den ehemaligen Nachrichten- und Führungsbunker, die aufgrund ihres hohen Informationsgehalts besonders bei Interessierten sehr beliebt ist. Diese Führung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich und wird von engagierten Mitarbeitenden geleitet, die fundiertes Wissen und spannende Anekdoten mitbringen. Zum anderen gibt es die sogenannte Entdeckertour, bei der Besucher*innen eigenständig drei verschiedene Bunker – den Museums-, Rechner- und Technikbunker – erforschen können. Diese Tour ist ohne Anmeldung ab dem frühen Vormittag buchbar und eignet sich besonders für alle, die das Gelände in ihrem eigenen Tempo erkunden möchten.
Die Anlage ist gut beschildert, und trotz der historischen Funktion als militärisches Schutzbauwerk ist sie für Besucher*innen gut zugänglich. Allerdings wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bunker nicht behindertengerecht ausgebaut sind und festes Schuhwerk empfohlen wird. Die Temperaturen in den unterirdischen Gängen liegen bei etwa 10 bis 12 Grad Celsius, was einen Besuch besonders im Sommer angenehm kühl macht. Auch Hunde sind auf dem Gelände willkommen, allerdings nur im Außenbereich und an der Leine. Fotografien und Filmaufnahmen für private Zwecke sind gestattet, eine gastronomische Betreuung ist jedoch nicht vorhanden.
Die Anfahrt zum Schlauchturm Kossa erfolgt ausschließlich über Söllichau. Wer aus Richtung Torgau kommt, sollte aufgrund einer Straßensperrung in Kossa/Durchwehna eine Umleitung über Bad Düben und Söllichau einplanen. Vor Ort ist ausreichend Parkraum auf ausgewiesenen Flächen vorhanden. Für Gruppen oder Familien wird empfohlen, rechtzeitig telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen, um mögliche Terminänderungen oder Schließungen zu vermeiden. Das Museum versteht sich als Bildungsort mit klarem politischen Anspruch – fernab von Ostalgie oder Nostalgie soll hier die Geschichte als Warnung vor den Auswüchsen militärischer Konfrontation verstanden werden.