Denkmal/Gedenkstätte

Gemäldegalerie Alte Meister

Theaterplatz 1, 01067 Dresden

Highlights

  • Die Gemäldegalerie Alte Meister zeigt 700 Meisterwerke von der italienischen Hochrenaissance bis zum Barock, darunter Raffaels ‚Sixtinische Madonna‘ und die größte Cranach-Sammlung weltweit.
  • Im Semperbau vereinen Skulpturen bis 1800 und Gemälde eine einzigartige europäische Kunstgeschichte – von der Antike bis zur Frühen Neuzeit in einem Gebäude von Gottfried Semper.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und barrierefreie Toiletten ermöglichen allen Besuchern den Besuch der weltberühmten Sammlung im Dresdener Zwinger.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Semperbau ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der Ausstellungsräume.
  • Rollstuhlgerechte Toiletten stehen in unmittelbarer Nähe der Galerie zur Verfügung, um den Aufenthalt für alle Besucher komfortabel zu gestalten.
  • Ein Multimedia-Guide mit Kopfhörern bietet detaillierte Informationen zu ausgewählten Werken und ermöglicht eine individuelle Vertiefung des Besuchserlebnisses.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Gemäldegalerie Alte Meister Dresden – Kunstschätze erleben

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Europas und vereint im prächtigen Semperbau am Zwinger eine der weltweit renommiertesten Ausstellungen europäischer Malerei. Seit ihrer Gründung wurde die Sammlung systematisch aufgebaut, wobei die sächsischen Herrscher wie die Herzöge und später August der Starke durch strategische Ankäufe zu einem der wichtigsten Kunstzentren ihrer Zeit wurden. Besonders prägend waren Erwerbungen wie Raffaels Sixtinische Madonna oder die umfangreiche Sammlung des Herzogs von Modena, die die italienische Renaissance und den Barock in ihrer ganzen Pracht widerspiegeln.

Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Juwel: Der von Gottfried Semper entworfene Semperbau entstand im 19. Jahrhundert und wurde nach schweren Kriegszerstörungen originalgetreu wiederaufgebaut. Heute präsentiert er nicht nur über 700 Gemälde aus sechs Jahrhunderten, sondern auch die Skulpturensammlung bis 1800 – eine einzigartige Kombination aus antiken Abgüssen, Renaissance-Plastiken und Meisterwerken der Frühen Neuzeit. Besonders beeindruckend ist die Antikenhalle im Erdgeschoss, in der historische Gipsabgüsse aus der Sammlung des Hofmalers Anton Raphael Mengs ausgestellt sind, darunter Werke aus dem Zeitraum von 3000 vor bis 500 nach Christus.

Die Sammlungsschwerpunkte liegen auf der italienischen Malerei, insbesondere der Hochrenaissance und dem Barock, sowie auf holländischen und flämischen Werken des 17. Jahrhunderts. Mit der größten Cranach-Sammlung der Welt bietet die Galerie zudem einen tiefen Einblick in die deutsche Kunst des 16. Jahrhunderts. Durch die räumliche Nähe von Gemälden und Skulpturen entsteht ein Dialog zwischen den Kunstgattungen, der die Besucher zu einem einzigartigen Rundgang durch die europäische Kunstgeschichte einlädt – ein Erlebnis, das in kaum einem anderen deutschen Museum so vollständig nachvollziehbar ist.

Für Besucher steht ein vielfältiges Angebot bereit: Neben kostenfreiem WLAN und einem Multimedia-Guide für individuelle Erkundungen werden spezielle Führungen für Gruppen, Familien und Schulklassen angeboten. Das Museum legt Wert auf barrierefreien Zugang, darunter einen rollstuhlgerechten Eingang und ein rollstuhlgerechtes WC. Während Selfies in den Dauerausstellungen (mit Abstandsregeln) erlaubt sind, können Foto- und Filmaufnahmen in Sonderausstellungen eingeschränkt sein. Stillen ist in den Ausstellungsräumen gestattet, während größere Wickeltaschen oder Flaschenmilch nicht zugelassen sind.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gelten international als führende Forschungsinstitution, und die Restaurierung der Exponate ist ein zentraler Bestandteil der Museumsarbeit. Ob als kulturelle Entdeckungsreise, Bildungsangebot für Kinder oder wissenschaftliche Vertiefung – die Gemäldegalerie Alte Meister bietet ein unvergessliches Erlebnis für Kunstliebhaber und Neugierige gleichermaßen. Der Semperbau am Zwinger bleibt damit nicht nur ein Symbol sächsischer Kunstförderung, sondern ein lebendiges Zeugnis europäischer Kulturgeschichte.

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