Brunhilde Moll Stiftung
Highlights
- Die Brunhilde Moll Stiftung bewahrt das historische Erbe von Joseph Beuys und fördert künstlerische Projekte in Oberkassel durch Ausstellungen und Stipendien.
- Barrierefreie Ausstellungsräume (je 40 m²) und wechselnde Projekte wie ‚ROM‘ (Klasse Dakić) verbinden aktuelle Kunst mit historischer Reflexion.
- Künstler*innen erhalten hier Wohn- und Arbeitsplätze; das Haus dient als Ort für experimentelle Kunstproduktion und -rezeption.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Hauses und der Ausstellungsräume durch rollstuhlgerechte Wege und Aufzüge.
- Die wechselnden Ausstellungen bieten Einblicke in aktuelle künstlerische Positionen und thematisieren gesellschaftlich relevante Fragen durch experimentelle Formate.
- Im Garten und den öffentlichen Räumen finden regelmäßig offene Veranstaltungen statt, die zum Verweilen und Austausch über Kunst und Kultur einladen.
Eigenschaften
Kultur & Museum in Düsseldorf: Brunhilde Moll Stiftung
Die Brunhilde Moll Stiftung in Düsseldorf verbindet künstlerisches Erbe mit zeitgenössischer Kunstproduktion und schafft einen lebendigen Raum für kreative Impulse. Gegründet mit dem Ziel, das kulturelle Vermächtnis Düsseldorfs – insbesondere die Verbindung zur Jahrhundertkünstlerin Brunhilde Moll – zu bewahren und weiterzuentwickeln, fungiert das Haus am Drakeplatz als Ort der Begegnung und Experimentierfreude. Die Stiftung vereint dabei die historische Bedeutung des Gebäudes als ehemaliger Treffpunkt der Düsseldorfer Kunstszene im bürgerlichen Stadtteil Oberkassel mit moderner Ausstellungs- und Stipendienpraxis.
Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler*innen durch Aufenthaltsstipendien, die es den Stipendiat*innen ermöglichen, für drei bis neun Monate in den Räumlichkeiten zu arbeiten, zu leben und ihr Werk zu präsentieren. Diese Praxis verbindet Wohnen, Schaffen und Ausstellen und macht das Haus zu einem einzigartigen Labor der Kunst. Ergänzt wird das Programm durch wechselnde Ausstellungen, die aktuelle künstlerische Positionen mit historischen Bezügen verbinden – etwa durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Antike, Natur-Kultur-Dichotomien oder globalen Machtverhältnissen. Die Stiftung schafft so einen Raum für diskursive und experimentelle Arbeitsweisen, der über reine Präsentation hinausgeht.
Die aktuelle Ausstellung „ROM“ zeigt dies exemplarisch: Hier erkunden Studierende und Absolvent*innen der Klasse Dakić für Film und Video der Kunstakademie Düsseldorf die Stadt Rom – real oder imaginär – und hinterfragen dabei historische Narrative und aktuelle Wahrnehmungen. Die Ausstellung lädt Besucher*innen ein, sich mit den Arbeiten auseinanderzusetzen und selbst Teil des Prozesses zu werden. Besonders hervorgehoben wird dabei der offene Charakter des Hauses: Familien mit Kindern sind ebenso willkommen wie alle Interessierten, die im Rahmen eines „Open House“ die kühlen Ausstellungsräume und den schattigen Garten zum Verweilen nutzen können.
Die Stiftung setzt auf Barrierefreiheit und bietet zwei rollstuhlgerechte Ausstellungsräume im Erdgeschoss mit jeweils 40 Quadratmetern Fläche. Damit wird nicht nur die Zugänglichkeit für alle Besucher*innen gewährleistet, sondern auch die Flexibilität für wechselnde Ausstellungen und Projekte sichergestellt. Neben der Präsentation eigener Werke dient das Haus auch als Plattform für Gastkurator*innen und internationale Künstler*innen, die mit ihren Positionen neue Perspektiven auf Düsseldorfs kulturelles Erbe einbringen. So wird die Stiftung zu einem lebendigen Knotenpunkt zwischen Tradition und Innovation – ein Ort, der das Denken über Kunst und Gesellschaft anregt.
Durch ihr doppeltes Mandat – als Bewahrerin eines historischen Erbes und als Ort der Zukunftsgestaltung – positioniert sich die Brunhilde Moll Stiftung als wichtiger Akteur der Düsseldorfer Kunstlandschaft. Sie verbindet dabei die lokale Verankerung mit überregionalen Bezügen, etwa durch die Zusammenarbeit mit der Kunstakademie Düsseldorf oder die Auseinandersetzung mit globalen Themen. Die Stiftung beweist damit, dass Kunst nicht nur ausgestellt, sondern auch gelebt und weiterentwickelt werden kann – immer im Dialog mit der Gesellschaft und ihren Fragen.