Kirche/Kloster

Kirche St. Simon & Juda

Hauptstraße, 54470 Graach an der Mosel

Highlights

  • Die Kirche St. Simon & Juda in Graach wurde 1601 nach Vorbild der Kueser Hospitalskapelle im gotischen Stil erbaut und 1904 erweitert.
  • Die Orgel stammt von Klais (1914) mit neugotisch-byzantinischem Prospekt und spätromantischem Klang; die lebensgroßen Holzfiguren sind 1707 entstanden.
  • Die älteste Glocke (92 cm Durchmesser) wurde 1653 von Rochus Grognert gegossen und zeigt Kruzifix und Rankenfries.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum.
  • Die lebensgroßen Holzfiguren aus dem Jahr 1707 bieten einen Einblick in die handwerkliche Tradition des 17. Jahrhunderts und sind Teil der historischen Ausstattung.
  • Die Orgel der Kirche, erbaut 1914 von der Werkstatt Klais, vereint spätromantische und französische Klangeinflüsse und wird durch kunstvoll geschnitzte Verzierungen ergänzt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Sakrale Kirche St. Simon & Juda Graach

Die Kirche St. Simon & Juda in Graach an der Mosel ist ein beeindruckendes Sakralbauwerk mit einer bewegten Geschichte, das tief in der regionalen Identität verwurzelt ist. Bereits im Jahr 1121 wurde für Graach erstmals eine Kapelle erwähnt, die den Aposteln Simon und Juda geweiht war. Die heutige spätgotische Kirche entstand jedoch im Jahr 1601 nach einer umfassenden Renovierung, die dem Bau einen neubauähnlichen Charakter verlieh. Besonders bemerkenswert ist ihre Ähnlichkeit mit der 1453–1455 erbauten Kueser Hospitalskapelle, was auf enge historische Verbindungen zwischen beiden Orten hinweist.

Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein kulturelles Zentrum der Region. Im Jahr 1904 begann unter Pastor Riewer eine großzügige Erweiterung und Neugestaltung, die mit der 1914 errichteten Klais-Orgel ihren Höhepunkt fand. Das Instrument, erbaut von der Orgelbauwerkstatt Johannes Klais aus Bonn, besticht durch seinen spätromantischen Klang und ein prächtiges neugotisch-byzantinisches Gehäuse mit aufwendigen Schnitzereien. Die Orgel wurde später um französische romantische und spätbarocke Klänge erweitert, was ihr einen einzigartigen Klangcharakter verleiht.

Ein weiteres Highlight sind die lebensgroßen Holzfiguren aus dem Jahr 1707, die von der Familie Schunck gestiftet wurden. Dazu gehören auch die Glocke aus dem Jahr 1774, die mit einem Kruzifix und Rankenfries verziert ist. Die Kirche beherbergt zudem kunstvoll gemalte Kreuzwegstationen von Heinrich Brey, die die spirituelle Atmosphäre des Raumes bereichern. Dank ihrer barocken und gotischen Elemente ist die Kirche ein bedeutendes Zeugnis sakraler Baukunst in der Moselregion.

Mit einer Google-Bewertung von 4,8 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Kirche St. Simon & Juda als beliebter Ausflugsort für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Neben Gottesdiensten und spirituellen Angeboten bietet sie auch Raum für kulturelle Veranstaltungen. Die barrierefreie Zugänglichkeit und der rollstuhlgerechte Parkplatz machen sie zudem für alle Besucher attraktiv. Als historisches Herz Graachs zieht sie jährlich zahlreiche Pilger und Touristen an, die sich von ihrer einzigartigen Atmosphäre verzaubern lassen.

Wer die Verbindung zwischen sakraler Architektur und regionaler Geschichte erleben möchte, findet in der Kirche St. Simon & Juda ein faszinierendes Beispiel für die lebendige Kirchenbaukunst der Moselregion. Ihre prächtige Ausstattung, die klangvolle Orgel und die historische Bedeutung machen sie zu einem unverzichtbaren Ziel für alle, die sich für Kultur und Spiritualität begeistern.

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