Denkmal/Gedenkstätte

Gedänkstätte Hexenverbrennung

86650 Wemding

Highlights

  • Am Galgenberg in Eichstätt erinnert eine Naturstein-Stele an die Opfer der Hexenverfolgung.
  • Mindestens 249 Menschen wurden in Eichstätt wegen Hexerei-Vorwürfen verhaftet, über 220 davon hingerichtet.
  • Das Mahnmal von Bildhauer Rupert Fieger wurde 2001 zur Erinnerung an die unschuldigen Opfer errichtet.

Tipps

  • Besucher sollten sich über die historischen Hintergründe der Hexenverfolgung in Eichstätt informieren, um den Ort sinnvoll zu verstehen.
  • Das Mahnmal am Galgenberg ist barrierefrei erreichbar und lädt zur ruhigen Reflexion ein.
  • Führungen durch die Stadtgeschichte können über die Tourist-Information gebucht werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Wemding: Gedächtnisstätte Hexenverbrennung

Die Gedächtnisstätte Hexenverbrennung in Wemding erinnert eindrucksvoll an eine der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte. Errichtet wurde das Mahnmal am Galgenberg, einem historischen Hinrichtungsort, an dem im frühen 16. bis ins 18. Jahrhundert zahlreiche Menschen wegen des Verdachts auf Hexerei hingerichtet wurden. Insgesamt wurden mindestens 249 unschuldige Männer und Frauen verfolgt, angeklagt und größtenteils an diesem Ort grausam hingerichtet. Das Mahnmal wurde im Jahr 2001 durch einen politischen Ortsverband initiiert und finanziert und steht seither als stille Erinnerung an die Opfer der Hexenverfolgung.

Gestaltet wurde die Gedenkstätte vom Bildhauer Rupert Fieger. Das zentrale Element ist eine aus Naturstein gefertigte Stele, die aus hellem Jura-Kalkstein besteht und symbolisch für die Verletzlichkeit des menschlichen Lebens steht. Vor ihr thront ein dunkler Granitblock, der den sogenannten Hexenhammer verkörpert – ein Werk aus dem Mittelalter, das die Hexenverfolgung ideologisch rechtfertigte. Auf diesen Block prallen Metallrohre, die wie zerbrechliche Halme emporragen und die Zerstörung und Fragilität des Lebens verdeutlichen. Die Inschrift der Stele erinnert mit schlichten Worten an die unschuldigen Opfer der Hexenverfolgung über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Die Gedenkstätte ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte. Sie lädt dazu ein, innezuhalten und sich mit den Mechanismen von Ausgrenzung, Angst und politisch-religiöser Willkür auseinanderzusetzen, die zur systematischen Verfolgung unschuldiger Menschen führten. Die zentrale Lage am Galgenberg verleiht dem Mahnmal eine besondere Atmosphäre und unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes. Besucher erfahren hier auf eindringliche Weise, wie wichtig es ist, Freiheit, Menschenrechte und Würde zu schützen.

Wemding liegt im Landkreis Donau-Ries in Bayern und ist sowohl geschichtsträchtig als auch landschaftlich reizvoll. Die Gedenkstätte ist Teil eines breiteren kulturellen Erbes, das die Region rund um Eichstätt und das Altmühltal bietet. Die nahegelegene Stadt Eichstätt, bekannt für ihre barocke Architektur und als Bischofsstadt mit über tausend Jahren Geschichte, lädt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten zum Entdecken ein. Wanderwege und Naturerlebnisräume im Naturpark Altmühltal ergänzen das kulturelle Angebot der Region und machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Gedänkstätte Hexenverbrennung

Wo befindet sich das Mahnmal zur Hexenverfolgung in Eichstätt?
Das Mahnmal steht am Galgenberg in Eichstätt. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wie viele Opfer der Hexenverfolgung werden in Eichstätt gedacht?
Es wird an mindestens 249 unschuldige Opfer gedacht, darunter 219 Frauen und 30 Männer. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was symbolisiert der Granitblock im Mahnmal?
Der dunkle Granitblock symbolisiert den Hexenhammer, ein Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann wurde das Mahnmal in Eichstätt eingeweiht?
Die Stele des Bildhauers Rupert Fieger wurde 2001 aufgestellt. Stand Juni 2026.

Quelle: website