Denkmal/Gedenkstätte

Zerwirkgewölbe

Ledererstraße 1, 81673 München

Highlights

  • Das Zerwirkgewölbe ist mit rund 750 Jahren das zweitälteste Bauwerk Münchens und stammt aus dem 13. Jahrhundert.
  • Ursprünglich diente das Gewölbe als Zerwirkstatt – hier wurden Tiere nach jägischer Tradition zerlegt und vorbereitet.
  • Die prächtigen Kreuzgratgewölbe und Fresken gehörten einst zum herzoglichen Falkenhaus, wurden aber 1590 abgetrennt.

Tipps

  • Die Führung durch das Zerwirkgewölbe bietet Einblicke in die historische Nutzung als jahrhundertealtes Gewerbe- und Nebengebäude mit archäologischen Spuren.
  • Die originalen Kreuzgratgewölbe und Wandmalereien stammen aus dem 13. Jahrhundert und dokumentieren die Verbindung zum ehemaligen herzoglichen Falkenhaus.
  • Der Besuch ermöglicht die Betrachtung von Wandmalereien an der Ost- und Südseite, die ursprünglich Teil eines repräsentativen Adelsgebäudes waren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Zerwirkgewölbe München – Kulturdenkmal entdecken

Das Zerwirkgewölbe in München zählt zu den faszinierendsten historischen Bauwerken der Stadt und ist mit rund 750 Jahren das zweitälteste erhaltene Gebäude. Ursprünglich als Teil eines größeren Komplexes errichtet, zeugt es von der reichen Architekturgeschichte Münchens und bietet einen einzigartigen Einblick in die Vergangenheit der Region. Sein Name leitet sich von der ursprünglichen Nutzung ab: Im Gewölbe wurden Tiere „zerwirkt“ – ein Begriff aus der Jägersprache, der „zerlegen und zubereiten“ bedeutet. Diese Funktion verweist auf die praktische Bedeutung des Bauwerks für die Versorgung der Bevölkerung oder des Adels.

Architektonisch besticht das Zerwirkgewölbe durch seine prächtigen Kreuzgratgewölbe, die mit handwerklicher Präzision gearbeitet wurden. Besonders die Fresken an der Ost- und Südseite sind ein Highlight und spiegeln künstlerische Einflüsse der damaligen Zeit wider. Ursprünglich gehörte der Bau vermutlich zum herzoglichen Falkenhaus in der Burgstraße, bevor er im 16. Jahrhundert ausgegliedert und später von der Familie Schlichtinger genutzt wurde. Bis ins 18. Jahrhundert blieb er im Besitz dieser Adelsfamilie, bevor er verschiedene Funktionen – darunter als Nebengebäude des Hofbräuhauses – erfüllte.

Das Zerwirkgewölbe ist nicht nur ein Zeugnis handwerklicher Meisterleistung, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte Münchens. Seine Lage in der Nähe historischer Stätten wie dem Hofbräuhaus unterstreicht die Verbindung zu Münchens kultureller Entwicklung. Obwohl der Bau heute nicht mehr für seine ursprüngliche Nutzung genutzt wird, bleibt er ein bedeutendes Denkmal, das die Vielfalt der Stadtgeschichte widerspiegelt. Besonders für Geschichtsinteressierte und Architekturbegeisterte ist das Zerwirkgewölbe ein lohnenswertes Ziel, um die Spuren vergangener Epochen zu erkunden.

Die einzigartige Atmosphäre des Gewölbes, geprägt von den gewölbten Decken und den historischen Fresken, lädt dazu ein, die Zeit für einen Moment anzuhalten. Das Zerwirkgewölbe steht damit für die Kontinuität Münchens als Stadt mit tiefen Wurzeln, in der sich Tradition und Geschichte greifbar manifestieren. Wer die historische Substanz der Landeshauptstadt erleben möchte, findet hier ein kleines, aber bedeutendes Juwel.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…