Stadtpark

Residenz und Deutschordensmuseum

Schloßstraße 9, 91792 Ellingen

Highlights

  • Die Residenz Ellingen war von 1216 bis 1789 Sitz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens.
  • Das Schloss entstand ab 1708, der Hauptbau wurde 1718–1720 unter Franz Keller errichtet.
  • Heute beherbergt die Anlage das Deutschordensmuseum und zählt zu den bedeutenden Klassizismus-Zentren Bayerns.

Tipps

  • Das Schloss kann nur mit Führung besichtigt werden, daher lohnt es sich, rechtzeitig zu kommen und an einer Führung teilzunehmen.
  • Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können dank eines Aufzugs barrierefrei teilweise das Schloss erkunden.
  • Im Schlosspark entsteht jedes Frühjahr ein beeindruckendes Blütenmeer aus sibirischen Blausternchen, das einen Spaziergang lohnenswert macht.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Residenz und Deutschordensmuseum

Die Residenz und Deutschordensmuseum in Ellingen zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und ist ein beeindruckendes Zeugnis bayerischer Architektur- und Kunstgeschichte. Seit dem frühen 13. Jahrhundert Sitz des Deutschordens in Franken, entwickelte sich Ellingen vom Zentrum einer mächtigen Territorialgewalt zur repräsentativen Residenz. Das heutige Schlossensemble entstand ab dem frühen 18. Jahrhundert und vereint barocke und klassizistische Bauelemente, darunter prachtvolle Stuckaturen, Deckengemälde sowie kunstvolle Innenausstattungen.

Die Besichtigung der Residenz erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Führung, die regelmäßig zu jeder vollen Stunde beginnt. Besucher berichten von informativen und dennoch kurzweiligen Rundgängen, bei denen sowohl die kunsthandwerkliche Qualität der Räume als auch die historische Bedeutung des Gebäudes anschaulich vermittelt werden. Besondere Highlights sind die barockisierte Schlosskirche sowie die nach Plänen des französischen Architekten Michel d’Ixnard erbaute Kolonnade im Innenhof. Auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist der Zugang gewährleistet, unter anderem durch einen Aufzug.

Im Zuge seiner Funktion als Museum erzählt die Residenz die Geschichte des Deutschen Ordens und seiner Rolle in der Region. Nachdem der Orden im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde, übernahm Bayern das Anwesen. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss unter König Max I. Joseph dem Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede übergeben, der zahlreiche Räume kostbaren Ausstattungsstücken aus Pariser Werkstätten verlieh. Diese Räume gehören heute zu den herausragenden Beispielen klassizistischer Raumkunst in Bayern.

Direkt an das Schloss schließt sich der Schlosspark an, der nicht nur durch seine imposanten Bäume beeindruckt, sondern auch durch ein spektakuläres Frühjahrsereignis: Jährlich verwandeln Hunderttausende sibirische Blausternchen den Park in ein leuchtend blaues Blütenmeer. Diese landschaftliche Ergänzung macht den Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Natur- und Kulturinteressierte gleichermaßen. Der Park lädt zum Verweilen ein und ergänzt das kulturelle Erlebnis der Residenz um eine naturnahe Dimension.

Die Residenz wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut, einer staatlichen Institution mit langer Tradition im Erhalt und der Pflege von Kulturdenkmälern. Mit ihren vielfältigen Angeboten, darunter Sonderführungen und Veranstaltungen, trägt sie dazu bei, das kulturelle Erbe für zukünftige Generationen lebendig zu erhalten. Die hohe Qualität der Führungen, die barrierearme Gestaltung und die beeindruckende Historie machen die Residenz Ellingen zu einem der am besten bewerteten Kulturdenkmäler in der Region.

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