Kirche/Kloster

Kirche St. Kilian in Emskirchen

Kirchpl. 2, 91448 Emskirchen

Highlights

  • Die Kirche St. Kilian in Emskirchen wurde erstmals 1156 urkundlich erwähnt, mit romanischem Turm aus dem 13. Jahrhundert als ältestem Bauteil.
  • Der Markgrafenstil-Altar (um 1790) vereint Kanzel und Orgel – eine seltene Kombination in fränkischen Kirchen.
  • Die Auferstehungskirche (1705–1706) entstand als Hugenotten-Kapelle und diente vertriebenen Gläubigen als Zuflucht.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz in der Nähe der Kirche erleichtert die Anreise für alle Gäste.
  • Die Orgel aus dem Jahr 1965 mit der Überholung von 2000 bietet akustische Besonderheiten, die die historische Architektur ergänzen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirche St. Kilian Emskirchen – Sakrale Kultur

Die Kirche St. Kilian in Emskirchen ist ein historisches Wahrzeichen mit einer bewegten Vergangenheit, die bis in die karolingische Zeit zurückreicht. Als ältester Bauteil gilt der spätromanische Turm aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, der ursprünglich als Chorraum diente. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das oberste Turmgeschoß sowie die markante Turmhaube 1658 ergänzt, während die Sakristei 1766 an der Ostseite angebaut wurde. Besonders prägend ist der heutige Kirchenbau im sogenannten „Markgrafenstil“, der um 1790 nach Plänen von Johann Gottlieb Riedel aus Bayreuth entstand und Teile einer älteren Südmauer integriert.

Ein architektonisches Highlight ist der um 1790 geschaffene Altar, der durch seine zentrale Kanzel und die seit 1963 aufgesetzte Orgel auffällt – eine seltene Kombination, die in vielen Kirchen so nicht zu finden ist. Die Orgel selbst stammt von der Orgelbaufirma Steinmeyer (Opus 2114) und wurde 2000 grundlegend renoviert. Die Kirche bewahrt zudem historische Glocken, von denen zwei 1917 für Kriegszwecke abgegeben werden mussten, während andere durch ihre Klangqualität vor der Einschmelzung gerettet wurden. Heute prägen zwei neue Glocken aus den 1960er-Jahren das Geläut.

Die Kirche ist eng mit der regionalen Geschichte verbunden, etwa mit der Figur der heiligen Margareta, die im 14. Jahrhundert in Franken verehrt wurde. Ihr Grabdenkmal im Kloster Birkenfeld, das 1275 von Burggrafen aus Nürnberg gegründet wurde, erinnert an die frühe Christianisierung der Region. Emskirchen selbst entstand vermutlich um den Königshof Riedfeld, wobei der Ort 911 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als König Konrad I. wendische Siedlerfamilien aus dem Volkfeldgau hier ansiedelte. Die Kirche dient seit jeher als spiritueller Mittelpunkt und bietet mit ihrem rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz barrierefreien Zugang für alle Besucher.

Neben ihrem kulturellen Erbe ist die Kirche auch ein Ort lebendiger Traditionen. Das Margaretenfest, das seit Jahrhunderten gefeiert wird, ehrt die heilige Margareta, die als Märtyrerin und eine der 14 Nothelfer verehrt wird. Die Kirche St. Kilian lädt mit ihrer einzigartigen Architektur, ihrer historischen Bedeutung und ihrer offenen Atmosphäre dazu ein, innezuhalten und die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart zu spüren.

Ob beim Betreten des spätromanischen Turms, beim Verweilen vor dem markanten Altar oder beim Genuss der Orgelmusik – hier findet jeder einen Ort der Besinnung und des Trostes. Mit ihrem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,4 Sternen bestätigt sie ihren Status als wertvoller kultureller und spiritueller Ankerpunkt in Emskirchen.

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