Wanderweg

Hubbelrather Bachtal

40629 Düsseldorf

Highlights

  • Das Hubbelrather Bachtal ist Düsseldorfs höchstgelegenes Naturschutzgebiet mit Höhen bis 140 Meter über NN.
  • Es beherbergt über 55 Vogelarten sowie seltene Pflanzen wie Fieberklee und Klee Widderchen.
  • Charakteristisch sind die steilen Siepen, naturnahe Feuchtwiesen und der durch Erosion geprägte Hubbelrather Bach.

Tipps

  • Wanderwege führen durch Feuchtwiesen, Buchenwälder und entlang kleiner Bäche – ideal für Naturerlebnisse.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus 733 oder 738 bis Haltestelle Rotthäuser Weg, dann kurzer Fußweg zum Gelände.
  • Im nördlichen Bereich des Tals sind Galloway-Rinder zu sehen, die auf den steilen Hängen grasen.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Hubbelrather Bachtal

Das Hubbelrather Bachtal liegt im Stadtbezirk 7 von Düsseldorf und zählt zu den nördlichsten Ausläufern des Bergischen Landes. Es erstreckt sich auf einer Höhe von bis zu 140 Metern über dem Meeresspiegel und bildet damit das höchstgelegene Naturschutzgebiet der Landeshauptstadt. Im Osten des Schutzgebiets erhebt sich der Sandberg mit einer Höhe von etwa 170 Metern und gilt als höchster Punkt innerhalb der Düsseldorfer Stadtgrenzen. Die Landschaft des Bachtals wurde durch natürliche Erosion geprägt, wobei sich der Hubbelrather Bach sowie seine Nebenflüsse Rotthäuser Bach und Stinderbach tief in das Gelände eingeschnitten haben.

Das Tal zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Natur aus: Feuchtwiesen, Kleingewässer, naturnahe Buchenwälder und steile, bewaldete Hänge prägen das Landschaftsbild. Diese Vielfalt bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Unter den Vogelarten sind unter anderem Eisvogel, Wasseramsel, Habicht, Rotmilan und Waldwasserläufer zu finden. Auch seltene Insekten und Schmetterlinge wie die Winterlibelle oder das Klee-Widderchen kommen hier vor. Insgesamt wurden im Gebiet über 300 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen, darunter Fieberklee, Sumpfdotterblumen und das seltene Echte Mädesüß, das an sonnigen Uferstellen wächst.

Geologisch gesehen bestehen die auffälligen Gesteinsschichten des Tals hauptsächlich aus Tonschiefer aus dem Devon, der vor mehreren hundert Millionen Jahren entstand. Diese Schichten sind Überreste eines ehemaligen Meeres und lassen Rückschlüsse auf die urzeitliche Landschaft zu. Besonders an ehemaligen Steinbruchwänden ist das Grundgebirge sichtbar. Die Talhänge zeigen zudem deutliche Unterschiede: Während die westliche Talflanke flach abfällt und landwirtschaftlich genutzt wird, ist die östliche Seite steil und stark bewaldet. Diese Asymmetrie entstand unter anderem durch die Auswirkungen der Eiszeit und die Ablagerung von Löss.

Ein Teil des Geländes wird heute von Galloway-Rindern beweidet, einer robusten Rinderrasse, die sich an die kargen Bedingungen der feuchten Wiesen und steilen Hänge angepasst hat. Im Bachtal selbst finden sich natürliche Erlen-Eschenwälder entlang der Ufer, während Bemühungen zur Renaturierung des Hubbelrather Baches laufen, um den Lebensraum für Fische und andere Gewässerbewohner zu verbessern. Wanderwege führen entlang des Baches und ermöglichen einen direkten Zugang zur Natur. Eine bekannte Route verläuft von Gut Mydlinghoven über Gut Höltgen in südliche Richtung bis nach Erkrath.

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