Olleroh
Highlights
- Das Olleroh in Dortmund-Marten ist seit 1884 als evangelischer Friedhof („Marten-Nord“) genutzt und liegt auf ehemaligem Waldgebiet, das bereits 1827 im Kataster verzeichnet war.
- 1996 wurde das Areal zum Landschaftsschutzgebiet Marten-Olleroh (46,66 ha) erklärt; es beherbergt Grabmale von Grubenunglücksopfern (Zeche Zollern 1898) und Kriegsgräber.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht Besuchern den barrierefreien Zugang zu den Wegen und Flächen des Landschaftsschutzgebiets Marten-Olleroh.
- Das Areal verbindet naturnahe Waldbereiche mit historischen Elementen wie Grabmalen und einem Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks der Zeche Zollern aus dem Jahr 1898.
Eigenschaften
Naturpark Ausflug Olleroh Dortmund
Der Olleroh in Dortmund ist ein historisch und naturräumlich bedeutsames Areal, das sich am nördlichen Rand des Dortmunder Ortsteils Marten erstreckt. Schon im Urkataster von 1827 wurde hier ein Wald verzeichnet, der später zum heutigen Landschaftsschutzgebiet Marten-Olleroh (1996 ausgewiesen) wurde. Ursprünglich umfasste das Gebiet rund 46,66 Hektar und war ursprünglich als Waldfläche ausgewiesen, bevor es sich zu einem vielseitigen Natur- und Gedenkort entwickelte.
Das Herzstück des Ollerohs bildet der ehemalige evangelische Friedhof Marten-Nord, der erst im späten 19. Jahrhundert entstand. Da Marten bis dahin keine eigene Kirche besaß, lagen die Friedhöfe traditionell in der Nähe der Kirchen. Der Friedhof wurde 1884 eingerichtet, als die Bevölkerung des Ortsteils stark wuchs – von 345 Einwohnern 1818 auf über 3.366 im Jahr 1885. Die Gründungszeit fällt mit einer Zeit tödlicher Kinderkrankheiten wie Masern zusammen, was die Notwendigkeit einer eigenen Bestattungsstätte unterstreicht.
Neben seiner historischen Funktion als Friedhof ist der Olleroh heute ein ruhiger Naturpark mit sanierten Wegen und neu angelegten Verbindungen zu den angrenzenden Wohngebieten. Das Gelände beherbergt nicht nur Grabmale, sondern auch ein Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks der Zeche Zollern im Jahr 1898 sowie mehrere Kriegsgrabmale. Die Kombination aus grüner Oase und Gedenkort macht den Olleroh zu einem Ort der Besinnung und des Naturgenusses in Dortmund.
Der Olleroh bietet mit seinem Mischung aus Wald, historischen Spuren und ruhigen Spazierwegen eine willkommene Auszeit für Besucher. Der Park ist rollstuhlgerecht zugänglich und lädt zum Verweilen ein – sei es an den alten Grabstätten oder inmitten der bewaldeten Flächen. Besonders die Nähe zu Marten und der Dortmunder Innenstadt macht ihn zu einem attraktiven Ziel für einen entspannten Ausflug in die Natur.
Wer sich für die Geschichte Dortmunds interessiert oder einfach eine grüne Pause sucht, findet im Olleroh eine gelungene Verbindung aus Naturerlebnis und kultureller Erinnerung. Das Gelände erinnert an vergangene Zeiten, während die umliegenden Wälder und Wege heute Raum für Erholung bieten – ein Ort, der sowohl die Seele als auch die Geschichte der Region widerspiegelt.