Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Highlights
- Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist mit 1733 km² der viertgrößte in Bayern.
- Er umfasst das gesamte Gebiet des Landkreises Cham und grenzt im Osten an Tschechien.
- Zu den geologischen Besonderheiten gehören Glimmerschiefer am Osser und Quarzite im Pfahlrücken.
Tipps
- Wanderer entdecken auf dem Pfahl-Rücken bei Strahlfeld einzigartige Quarzite und genießen weite Ausblicke bis ins Bayerische Waldvorland.
- Im Steinbruch Obertrübenbach lassen sich geologische Besonderheiten wie Kreideablagerungen und Glimmerschiefer hautnah erleben.
Eigenschaften
Über Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald in Cham ist eine der größten zusammenhängenden Naturschutzflächen Bayerns und erstreckt sich über das gesamte Gebiet des Landkreises Cham sowie Teile des Landkreises Schwandorf. Mit einer Fläche von 1733 Quadratkilometern zählt er zu den größten Naturparken des Freistaates. Die vielfältige Landschaft reicht von trockenen Kiefernwäldern und artenreichen Auen bis hin zu markanten Berggipfeln, darunter der Kleine Arber mit 1384 Metern. Etwa 76 Prozent des Naturparks stehen unter Landschaftsschutz, und über 2000 Hektar sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Die geologische Vielfalt des Naturparks ist bemerkenswert. Neben kristallinen Urgesteinen wie Granit und Gneis finden sich auch Sedimentgesteine, darunter Glimmerschiefer und Quarzite. Besonders erwähnenswert ist der Pfahlrücken, ein bis zu 150 Kilometer langer geologischer Formation aus Quarzit und Pfahlschiefer, der sich teilweise in turmartigen Strukturen aufragt. Im ehemaligen Steinbruch bei Pingarten und in der Fürstenzeche Lam können Besucher besondere geologische Phänomene und interessante Mineralien entdecken.
Die Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks ist außergewöhnlich artenreich. Auf den Berggipfeln wächst die seltene Bärwurz, aus der traditionell ein regionales Kräuterschnaps destilliert wird. In den Feuchtgebieten und Mooren gedeihen seltene Orchideenarten, und in der Regentalaue bieten sich Vogelbeobachtern ideale Bedingungen. Auch der Große Uhu, der Fischotter und die Wildkatze sind hier heimisch. Zahlreiche Naturschutzgebiete wie der Kleine Arbersee, das Arracher Moor oder die Regentalaue schützen diese sensible Artenvielfalt.
Der Naturpark lädt zu vielfältigen Freizeitaktivitäten ein. Ein dichtes Netz an Wander- und Radwegen erschließt die Region, und der Regen läuft über 120 Kilometer als Bootswanderstrecke von Blaibach bis Regensburg durch das Parkgebiet. Im Winter bieten Langlaufloipen und Schneeschuhwanderwege Erholung im Schnee. Kulturelle Highlights wie die romanische Klosterkirche Walderbach oder historische Wallanlagen aus der Jungsteinzeit runden das Erlebnis ab. Informative Lehrpfade, Rangerführungen und die enge Zusammenarbeit mit Tschechien im Rahmen internationaler Projekte tragen zur besonderen Qualität des Naturparks bei.